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Unruhe an den Ölmärkten setzt sich zu Wochenbeginn fort

Die Preise für Öl auf den internationalen Futures-Märkten zeigten sich auch am letzten Freitag weiterhin volatil, und der Abschluss des Handelstages erfolgte mit einem weiteren Preisanstieg. Doch der Beginn der neuen Woche in Asien sieht weniger positiv aus, was darauf hindeutet, dass die Heizölpreise mit leichten Rückgängen in die neue Woche starten könnten.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen die Januar-Futures für die europäische Nordseesorte Brent bei 74,70 US-Dollar pro Barrel, und der Preis für eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Dezember beträgt aktuell 696 US-Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar relativ stabil und wird derzeit zu etwa 1,0490 US-Dollar gehandelt.

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Der Konflikt in der Ukraine bleibt ein vorherrschendes Thema am Ölmarkt zu Beginn der Handelswoche, und die Besorgnis über eine mögliche Eskalation zwischen dem Westen und Russland hat durch den jüngsten Einsatz einer russischen Mittelstreckenrakete nicht abgenommen. Die Marktteilnehmer bleiben dementsprechend angespannt. Ein weiterer Druckpunkt sind die möglichen Sanktionen gegen den Iran. Sollten diese ab Januar von der Trump-Administration verschärft werden, könnte dies ebenfalls Auswirkungen auf das verfügbare Ölangebot haben. Obwohl die Preise für Rohöl bisher relativ stabil geblieben sind, wird die OPEC+ wahrscheinlich die Diskussion über eine Erhöhung der Ölproduktion aufschieben. Über eine solche Anpassung wird im Markt bereits spekuliert, aber konkrete Informationen werden wohl erst beim nächsten virtuellen Treffen am 1. Dezember bekannt gegeben werden.

Zusätzlich stehen diese Woche die neuesten Daten zu den Ölvorräten in den USA sowie zahlreiche wichtige Wirtschaftsindikatoren an. Die am letzten Freitag veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA zeigten gemischte Ergebnisse und hatten kaum Einfluss auf die Handelsaktivitäten am Ölmarkt.

Am Devisenmarkt erreichte der Euro am Freitag nach der Veröffentlichung der neuesten Einkaufsmanagerindizes aus der EU den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Für den verarbeitenden Sektor wurde lediglich ein Indexwert von 45,2 erfasst, während 46 Punkte erwartet wurden. Auch im Dienstleistungssektor ist die Stimmung gedämpft, mit einem Indexwert von 49,2 gegenüber den erwarteten 51,6 Punkten. Im Laufe des Handelstages konnte sich der Euro jedoch etwas erholen.

Was die Heizölpreise in Deutschland angeht, so wird erwartet, dass diese nach den aktuellen Vorgaben weitgehend stabil bleiben, mit möglichen leichten Rückgängen zu Beginn der neuen Handelswoche. Nach den jüngsten Berechnungen und den ersten Preistrends des Tages ist ein Rückgang um bis zu einem halben Cent pro Liter möglich. Der Preisanstieg der letzten Woche hat das Kaufinteresse gedämpft. Die Nachfrage ist relativ schwach, was sich weiterhin positiv auf die Lieferzeiten auswirken sollte. Diese sind saisonbedingt allerdings immer noch relativ hoch, weshalb eine frühzeitige Bestellung weiterhin empfohlen wird.

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