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ITW steigert Ferkelangebot: 2,7 Mio. neue Tiere für mehr Tierwohl

Die Initiative Tierwohl (ITW) hat kürzlich die Registrierung neuer Schweinehalter abgeschlossen, wodurch nun insgesamt 2,7 Millionen zusätzliche Ferkel jährlich in das Programm aufgenommen werden. Somit steigt die Anzahl der ITW-Ferkel auf etwa 19 Millionen pro Jahr. Trotz dieses Zuwachses ist die vollständige Rückverfolgbarkeit der Tiere, bekannt als Nämlichkeit, noch nicht vollständig gewährleistet.

Mehr Betriebe unter dem ITW-Dach

Mit der Aufnahme von 198 neuen Ferkelaufzuchtbetrieben umfasst die ITW derzeit über 9.000 schweinehaltende Betriebe. Darunter befinden sich 1.589 Ferkelaufzüchter und 1.250 Sauenhalter. Insgesamt produziert das Programm nun rund 22,5 Millionen Mastschweine und etwa 19 Millionen Ferkel, wie aus einer Mitteilung der ITW hervorgeht.

Fortschritte bei der Nämlichkeit

Trotz dieser Fortschritte bleibt eine Lücke von rund 3,5 Millionen Mastschweinen, die nicht mit ITW-Ferkeln versorgt werden können. Anfang des Jahres 2025 betrug diese Differenz noch etwa 7,7 Millionen Ferkel, was zeigt, dass sich das Angebot zunehmend dem Bedarf annähert. Die ITW verfolgt das Ziel, für jedes Ferkel eine verlässliche Herkunftskennzeichnung zu gewährleisten.

Anreize für Tierwohl

Ein finanzieller Anreiz für die Einhaltung der Tierwohlstandards ist ein Entgelt von 4,50 Euro pro Ferkel an zertifizierte Mäster. Diese Zahlung bleibt jedoch nur bis Ende 2026 bestehen. Ab dem Jahr 2027 plant die ITW, die Finanzierung der Nämlichkeit vollständig über den Markt zu regeln und so die Herkunftssicherung ab Geburt zu gewährleisten.

Zukunftsperspektiven und Herausforderungen

Die Initiative steht vor der Herausforderung, die verbleibende Lücke bei der Versorgung mit ITW-Ferkeln zu schließen und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle teilnehmenden Betriebe den Tierwohlstandards gerecht werden. Der Übergang zur eigenständigen Finanzierung durch den Markt ab 2027 könnte hierbei ein entscheidender Schritt sein.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies nicht nur eine Anpassung an neue Standards, sondern auch eine Chance zur Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen und zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in nachhaltig produzierte Fleischprodukte.