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Krisenjahr 2025: Schweinehalter kämpfen gegen ASP und neue Auflagen

Im Jahr 2025 sahen sich Schweinehalter in Deutschland mit einer Reihe erheblicher Herausforderungen konfrontiert, die ihre Existenz bedrohten. Besonders im Fokus standen fünf zentrale Ereignisse, die die Branche stark beeinflussten und für Unruhe sorgten.

Schweinehalter von ASP betroffen

Ein bedeutender Einschnitt war der erste bestätigte Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Odenwaldkreis. Diese Krankheit stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Schweineproduktion dar, da sie zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen kann. Für viele Betriebe bedeutet dies strenge Quarantänemaßnahmen und zusätzliche Kontrollen, die den Betriebsablauf erschweren.

Betriebsaufgaben als Alarmsignal

Einen weiteren Rückschlag erlebte die Branche durch die Schließung eines Pionierbetriebs mit 5.000 Sauen. Diese Aufgabe spiegelt wider, wie schwierig es geworden ist, unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich zu arbeiten. Für Landwirte entsteht dadurch ein erhöhter Druck, da sie Kosten und Nutzen ihrer Investitionen ständig neu bewerten müssen.

Vorwürfe gegen Betriebe ohne Folgen

Zudem sorgte eine Anzeige gegen einen Schweinebetrieb für Aufsehen, bei der Kontrolleure jedoch keine Verstöße feststellen konnten. Solche Vorfälle führen dazu, dass Betriebe oft unter Generalverdacht stehen, was das Vertrauen in die Agrarwirtschaft weiter belastet.

Verkauf von Straathof-Betrieb

Der geplante Verkauf des Straathof-Betriebs verdeutlicht ebenfalls die schwierige Lage vieler Unternehmen in der Branche. Der Verkauf solcher Großbetriebe kann weitreichende Folgen für regionale Märkte und Lieferketten haben.

Kritik an neuen Einkaufsbedingungen

Besondere Unruhe herrschte auch wegen neuer Einkaufsbedingungen des Schlachtunternehmens Tönnies. Viele Landwirte empfinden diese als unfair und sehen sich dadurch in ihrer Existenz gefährdet. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um faire Bedingungen zu schaffen und langfristige Partnerschaften zwischen Erzeugern und Abnehmern zu sichern.

Trotz dieser Herausforderungen gibt es Lösungsansätze: Technologische Innovationen könnten helfen, Produktionskosten zu senken und Effizienz zu steigern. Zudem wäre eine stärkere politische Unterstützung notwendig, um den landwirtschaftlichen Betrieb nachhaltig abzusichern.