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Ölpreise beenden turbulente Woche leicht im Minus

Die internationalen für Öl verzeichneten gestern leichte Verluste, was darauf hindeutet, dass die Handelswoche möglicherweise mit einem kleinen Minus enden könnte. Die Heizöl-Notierungen starten heute ebenfalls etwas schwächer, beeinflusst durch die Entwicklung der Rohölpreise.

Die Juni-Kontrakte der europäischen wurden zuletzt bei 90,50 US-Dollar pro Barrel notiert, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im April aktuell 827 US-Dollar kostet. Gleichzeitig fällt der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter ab und wird momentan zu Kursen um 1,0710 US-Dollar gehandelt.

Ein Hauptthema am Ölmarkt bleibt die angespannte Lage im Nahen Osten. Nach anfänglichen Befürchtungen zu Wochenbeginn über einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag gegen Israel und einer eventuellen Blockade der Meerenge von Hormus, gab es gestern leichte Entspannungssignale. Der iranische Außenminister soll über Oman eine Botschaft an die US- gesendet haben, die darauf hindeutet, dass die geplanten Aktionen die regionale Lage nicht weiter verschärfen werden. Diese Nachricht reichte aus, um den Markt zu beruhigen, obwohl die Situation weiterhin als unsicher gilt.

Die Erinnerung an die in dieser Woche deutlich angestiegenen US-Ölbestände sowie die schwindende Hoffnung auf eine baldige Senkung der US-Leitzinsen rückten erneut in den Fokus der Marktteilnehmer. Der gestern veröffentlichte Monatsbericht der OPEC brachte keine größeren Überraschungen. Heute wird der Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) erwartet, dessen Auswirkungen auf die Rohölpreise noch abzuwarten sind.

Am hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar, der oft als Ölwährung betrachtet wird, den tiefsten Stand seit fünf Monaten erreicht. Dies ist auf die Erwartung zurückzuführen, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen Anfang Juni senken könnte, was sich in der gestrigen Sitzung weiter verfestigt hat. Im Gegensatz dazu scheint eine Zinswende in den USA nach den enttäuschenden Inflationszahlen vom Mittwoch weiterhin ungewiss.

In Deutschland werden die voraussichtlich mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Erste Preistendenzen deuten auf ein Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter hin. Angesichts der unsicheren geopolitischen Lage im Nahen Osten könnten sicherheitsorientierte Ölheizer weiterhin eine rechtzeitige Bevorratung in Betracht ziehen, auch wenn derzeit kaum größeres Potenzial für weitere Preisrückgänge besteht.