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Ölpreise reagieren auf DOE-Ölbestandsdaten

Zu Beginn des gestrigen Handelstags verzeichneten die Rohölnotierungen an den globalen Terminmärkten zunächst leichte Verluste. Die Marktteilnehmer warteten gespannt auf frische Daten zu den Lagerbeständen, die schließlich den Trend drehten. Im Ergebnis konnten sich die Ölpreise erholen. Für Heizölkunden dürfte dies bedeuten, dass es heute früh voraussichtlich keine deutlichen Preisveränderungen geben wird.

Die aktuellen Notierungen zeigen, dass der September-Future für Brent-Rohöl bei 68,70 US-Dollar pro Barrel liegt. Gasöl zur Auslieferung im August wird derzeit mit 716 US-Dollar pro Tonne gehandelt. Der Euro konnte seine Stärke gegenüber dem US-Dollar ausbauen und liegt heute Morgen bei rund 1,1770 Dollar.

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Die Marktteilnehmer tun sich derzeit schwer mit einer klaren Richtung. Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend eher preisdämpfende Lagerdaten veröffentlichte, startete der gestrige Handelstag entsprechend schwach. Neue Marktimpulse blieben zunächst aus, weshalb der Fokus auf dem offiziellen Bericht des US-Energieministeriums (DOE) lag. Dieser lieferte dann deutlichere Signale: Die Rohölvorräte sanken überraschend stark um mehr als drei Millionen Barrel. Auch bei Benzin war ein Rückgang um 1,7 Millionen Barrel zu verzeichnen – stärker als viele Marktbeobachter erwartet hatten. Zwar nahmen die Lagerbestände bei Destillaten um knapp drei Millionen Barrel zu, sie bleiben dennoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Auffällig war vor allem die Zunahme der Gesamtnachfrage. Diese stieg auf 21,8 Millionen Barrel täglich – ein Plus von mehr als 2,5 Millionen Barrel. Parallel dazu setzte sich der Rückgang der US-Ölförderung fort, die nunmehr die vierte Woche in Folge zurückging. Tankerbewegungen zeigen darüber hinaus, dass der Iran im Juni fast zwei Millionen Barrel Rohöl exportierte – trotz bestehender Sanktionen.

Am Devisenmarkt zeigt der Euro weiterhin eine stabile Entwicklung. Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten stützen die Gemeinschaftswährung. Von US-amerikanischer Seite wurde ein mögliches Abkommen in Aussicht gestellt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Im Laufe des Tages erwarten Marktakteure mit Spannung die Ergebnisse der anstehenden EZB-Sitzung.

Für Verbraucher hierzulande ist davon auszugehen, dass sich die Heizölpreise heute im Großen und Ganzen wenig bewegen werden. Währungsgewinne könnten größere Preisanstiege abfedern. Insgesamt bleiben die Notierungen seitwärts gerichtet und bewegen sich knapp über dem tiefsten Stand seit Mitte Juni. Haushalte mit knappem Heizölbestand wird geraten, nicht mehr lange mit der Bestellung zu zögern. Die Lieferzeiten werden ab Mitte August voraussichtlich deutlich steigen, sobald die Heizsaison näher rückt.

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