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Anstieg der Weizenkurse an der Euronext setzt sich fort

Die Weizenkurse an der Euronext stiegen am Mittwoch den dritten Tag in Folge an. Der Frontmonat September schloss mit einem Plus von 2,25 € bei 259,25 €/t. Im Gegensatz dazu gab Weizen an der Chicago Board of Trade (CBoT) nach, wobei der Frontmonat Juli um 4,5 Cent auf 6,93 US-$/bu (235 €/t) fiel.

Einfluss der Wetterbedingungen auf die Weizenpreise

Die Weizenpreise werden weiterhin von der Situation in Russland beeinflusst. Sollte das trockene Wetter anhalten, sind weitere Kurssteigerungen wahrscheinlich. Der große Preisunterschied zum Mais belastet jedoch den Weizenhandel in Chicago, da erwartet wird, dass weniger Weizen und mehr Mais in der Fütterung eingesetzt wird.

Erholung des Rapshandels

Der Rapshandel an der Euronext erholte sich am Mittwoch deutlich. Der August-Kontrakt stieg um 8,75 € auf 488 €/t und erreichte damit den höchsten Stand für einen Frontmonat seit zehn Monaten. Auch an der CBoT legte die Juli-Bohne um 10 Cent auf 12,46 US-$/bu (423 €/t) zu. Der Rapsmarkt wird sowohl von den festen Weizenkursen als auch von schwierigen Witterungsbedingungen in einigen Anbauländern gestützt. Frostschäden in der Ukraine und Trockenheit in Westaustralien beeinträchtigen die Canola-Aussaat.

Uneinheitlicher Maishandel

Die Mais-Futures schlossen an der CBoT am Mittwoch größtenteils fester. Der Frontmonat Juli verzeichnete einen Tagesgewinn von 3,25 Cent auf 4,61 US-$/bu (168 €/t). An der Euronext verlief der Handel uneinheitlich, wobei der meistgehandelte August-Future um 1,25 € auf 226 €/t nachgab. Die Maiskurse an der CBoT stiegen aufgrund des großen Preisabstands zu Sojabohnen, was Mais gegenüber Weizen in der Fütterung attraktiver macht. Gute Aussaatbedingungen in den USA begrenzen jedoch die Gewinne.

Feste Kartoffelkurse

Die Kartoffelkurse an der Terminbörse zeigen sich erneut fester. Der Frontmonat Juni 2024 erreicht mittlerweile die 45-€-Marke und der kommende Saisontermin April 2025 die 34-€-Marke. Das Kaufinteresse wird durch fest tendierende Kassapreise mit ansteigenden Tagespreisen und Notierungen befeuert. Ein Einbruch des freundlichen Umfelds ist kurzfristig nicht erkennbar.

Feste Stimmung am Buttermarkt

Am Buttermarkt bleibt die Stimmung weiter fest. Der meistgehandelte Juni-Future schloss an der EEX am Mittwoch auf einem Kontrakthoch von 6.638 €/t, was 238 € mehr als am vergangenen Freitag bedeutet. Beim Magermilchpulver fielen die Gewinne erneut geringer aus, wobei der Juni-Future am Mittwoch bei 2.513 €/t schloss, was 41 € mehr als am vergangenen Freitag und der höchste Stand seit fast drei Monaten ist. Der Markt wird von der guten Nachfrage im Inland und steigenden Preisen auf dem Weltmarkt gestützt.

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