Ammoniumsulfat gehört zu den klassischen Stickstoff-Schwefel-Düngern. In der Landwirtschaft, im Gartenbau und bei der Rasenpflege wird der mineralische Dünger vor allem eingesetzt, wenn Pflanzen gleichzeitig Stickstoff und Schwefel benötigen. Daneben spielt der Stoff auch in verschiedenen industriellen und technischen Verfahren eine Rolle.
Chemisch handelt es sich bei Ammoniumsulfat um das Salz mit der Formel (NH₄)₂SO₄. Im Handel wird es häufig auch als schwefelsaures Ammoniak oder kurz als AS bezeichnet. Typische Düngemittel enthalten etwa 21 Prozent Stickstoff, vollständig in Ammoniumform, sowie rund 24 Prozent Schwefel. Phosphor und Kalium sind nicht enthalten. Kennzeichnungen wie 21-0-0 + 24 S beschreiben diese Zusammensetzung.
Wichtig ist die Abgrenzung zu Ammonsulfatsalpeter, kurz ASS. Trotz der ähnlichen Namen handelt es sich nicht um denselben Dünger. Ammonsulfatsalpeter enthält zusätzlich Ammoniumnitrat und damit neben Ammoniumstickstoff auch Nitratstickstoff. Dieser Unterschied hat sowohl für die Düngewirkung als auch für Lagerung und Sicherheit erhebliche Bedeutung.
Für was verwendet man Ammoniumsulfat?
Der wichtigste Einsatzbereich von Ammoniumsulfat ist die Pflanzenernährung. Der Dünger liefert zwei wesentliche Nährstoffe gleichzeitig: Stickstoff in Form von Ammonium und Schwefel als Sulfat.
Der Ammoniumstickstoff kann zunächst an Ton- und Humusteilchen des Bodens gebunden werden. Bodenmikroorganismen wandeln ihn anschließend schrittweise in Nitrat um. Der Schwefel liegt dagegen bereits als Sulfat vor und steht den Pflanzen damit vergleichsweise schnell zur Verfügung.
Stickstoff und Schwefel in einem Dünger
Stickstoff gehört zu den wichtigsten Pflanzennährstoffen. Er wird unter anderem für die Bildung von Eiweiß, Chlorophyll und zahlreichen weiteren Pflanzenbestandteilen benötigt. Ein Mangel zeigt sich häufig durch schwaches Wachstum und eine hellere Blattfarbe.
Schwefel ist ebenfalls an der Bildung bestimmter Aminosäuren und Proteine beteiligt. Deshalb hängt die effiziente Nutzung des aufgenommenen Stickstoffs auch von einer ausreichenden Schwefelversorgung ab. Wird viel Stickstoff angeboten, während Schwefel fehlt, kann die Pflanze den Stickstoff unter Umständen nicht optimal verwerten.
Gerade diese Kombination macht Ammoniumsulfat für Kulturen interessant, bei denen beide Nährstoffe benötigt werden.
In der Landwirtschaft kommt der Dünger beispielsweise bei:
- Getreide,
- Mais,
- Raps,
- anderen Ackerkulturen,
- Gemüse,
- Grünland,
- Futterflächen sowie
- Kulturen mit erhöhtem Schwefelbedarf
zum Einsatz. Auch Rasenflächen und Sportplätze können mit Ammoniumsulfat gedüngt werden.
Ammoniumsulfat kann den Boden versauern
Eine besondere Eigenschaft des Düngers ist seine versauernde Wirkung. Ammoniumsulfat wird deshalb häufig als „saurer Dünger“ bezeichnet.
Die Bezeichnung ist allerdings vereinfacht. Die Absenkung des pH-Wertes entsteht hauptsächlich bei der mikrobiellen Umwandlung des Ammoniumstickstoffs in Nitrat. Bei dieser sogenannten Nitrifikation werden Wasserstoffionen freigesetzt, die zur Bodenversauerung beitragen.
Ammoniumsulfat besitzt deshalb ein stärkeres Versauerungspotenzial als viele andere Stickstoffdünger. Auf alkalischen oder kalkreichen Böden kann dieser Effekt erwünscht sein. Er kann dort beispielsweise die Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe beeinflussen.
Auf bereits sauren Böden ist dieselbe Eigenschaft dagegen problematisch. Eine langfristige und einseitige Verwendung kann den pH-Wert weiter absenken. Deshalb sollte der Bodenzustand bei wiederholter Anwendung berücksichtigt werden.
Verwendung außerhalb der Landwirtschaft
Ammoniumsulfat ist nicht ausschließlich ein Düngemittel. Der Stoff wird auch als Rohstoff oder Hilfsstoff in technischen Prozessen eingesetzt.
Zu den in der Quelldatei genannten Anwendungen gehören unter anderem:
- chemische Zwischenprodukte,
- Prozesschemikalien,
- Feuerlöschmittel,
- Flammschutz- und Brandschutzmittel,
- Laboranwendungen,
- biotechnologische Verfahren,
- Proteinaufarbeitung und
- bestimmte Pflanzenschutzmittel-Formulierungen.
Ammoniumsulfat kann außerdem als Nebenprodukt industrieller Prozesse entstehen. Deshalb sollte bei der Beurteilung eines konkreten Produkts unterschieden werden, ob es sich um einen zugelassenen Dünger, technisch reines Material oder ein industrielles Nebenprodukt handelt. Herkunft und Reinheit können für mögliche Verunreinigungen und die zulässige Verwendung entscheidend sein.
Ist Ammoniumsulfat schädlich?
Ammoniumsulfat gilt bei sachgerechter Verwendung als vergleichsweise wenig akut giftig. Daraus folgt jedoch nicht, dass mit dem Stoff beliebig umgegangen werden kann.
Das in der Quelldatei ausgewertete BASF-Sicherheitsdatenblatt stuft das untersuchte Produkt nach den dort angewandten Kriterien nicht als kennzeichnungspflichtigen Gefahrstoff ein. Es beschreibt eine geringe akute Toxizität bei einmaliger Aufnahme und nach kurzfristigem Hautkontakt. Risiken bestehen trotzdem insbesondere durch Staub, unsachgemäße Anwendung, starke Erwärmung und größere Einträge in Gewässer.
Staub kann Atemwege und Augen reizen
Beim Umfüllen oder Verteilen von trockenem Ammoniumsulfat kann Staub entstehen. Dieser kann die Atemwege reizen. Bei regelmäßigem Umgang mit größeren Mengen sind daher möglichst staubarme Arbeitsverfahren und eine gute Belüftung sinnvoll.
Auch die Augen sollten geschützt werden. Gelangen Staub oder Düngerkörner hinein, können sie mechanische Reizungen verursachen. Betroffene Augen sollten mit reichlich Wasser gespült werden.
Kurzer Hautkontakt führt normalerweise nicht zu einer schweren Vergiftung. Trotzdem ist es sinnvoll, Rückstände nach der Arbeit von Händen und ungeschützten Hautstellen abzuwaschen.
Ammoniumsulfat brennt nicht, kann sich aber zersetzen
Reines Ammoniumsulfat ist laut dem ausgewerteten Sicherheitsdatenblatt weder als brennbar noch als explosionsgefährlich oder brandfördernd eingestuft.
Bei sehr starker Erwärmung verändert sich die Situation. Oberhalb von etwa 235 °C kann eine thermische Zersetzung einsetzen. Dabei können unter anderem Ammoniak, Stickoxide und Schwefeloxide entstehen.
Die eigentliche Gefahr bei einem Brand liegt daher weniger in einer Verbrennung des Ammoniumsulfats selbst als in den möglichen Zersetzungsprodukten bei hoher Temperatur.
Überdüngung belastet Böden und Gewässer
Für die praktische Anwendung ist der Umweltschutz mindestens ebenso wichtig wie die unmittelbare Gesundheitsgefahr.
Ammoniumsulfat löst sich sehr gut in Wasser. Gelangen größere Mengen in Oberflächengewässer, Grundwasser oder Abwasser, können Ammonium und Sulfat die Wasserqualität beeinträchtigen.
Im Boden wird ein Teil des Ammoniums zu Nitrat umgewandelt. Wird mehr Stickstoff gedüngt, als Pflanzen und Boden aufnehmen beziehungsweise speichern können, steigt das Risiko der Nitratauswaschung. Nitrat kann dann in tiefere Bodenschichten und schließlich ins Grundwasser gelangen.
Die Düngermenge sollte deshalb am tatsächlichen Nährstoffbedarf orientiert werden. Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag oder besseres Pflanzenwachstum.
Ist Ammoniumsulfat krebserregend?
Das in der Ausgangsdatei herangezogene Sicherheitsdatenblatt nennt keine Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung aus den dort aufgeführten Langzeit-Tierversuchen. Ebenso werden dort keine Hinweise auf mutagene, fruchtbarkeitsschädigende oder entwicklungsschädigende Eigenschaften beschrieben.
Solche Aussagen beziehen sich allerdings immer auf das konkret bewertete Produkt und den jeweiligen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Bei gewerblich eingesetzten Produkten sollte deshalb das aktuelle Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Herstellers herangezogen werden.
Ist Ammoniumsulfat gut für den Rasen?
Ammoniumsulfat kann ein wirksamer Rasendünger sein. Ob sein Einsatz sinnvoll ist, hängt jedoch vom Nährstoffbedarf, vom Boden-pH, von der Jahreszeit und vom Zustand der Grasnarbe ab.
Seine Stärke liegt in der schnellen Verfügbarkeit des Stickstoffs und der gleichzeitigen Schwefelversorgung. Wasserlösliche Ammoniumdünger können innerhalb weniger Tage bis ungefähr einer Woche eine sichtbare Reaktion des Rasens auslösen.
Schnelle Grünfärbung und stärkeres Wachstum
Eine Stickstoffgabe fördert das vegetative Wachstum der Gräser. Bei einem tatsächlich vorhandenen Stickstoffmangel kann Ammoniumsulfat daher eine schnelle Grünfärbung unterstützen und zur dichteren Grasnarbe beitragen.
Interessant ist der Dünger insbesondere bei:
- Stickstoffmangel,
- zusätzlichem Schwefelbedarf,
- eher alkalischen Böden,
- gewünschter schneller Düngewirkung und
- kontrolliertem Boden-pH.
Auch der relativ hohe Nährstoffgehalt macht Ammoniumsulfat zu einer konzentrierten Stickstoffquelle.
Zu viel Ammoniumsulfat kann den Rasen verbrennen
Die schnelle Löslichkeit hat einen Nachteil: Fehler bei der Dosierung können sich rasch bemerkbar machen.
Wasserlösliche Mineraldünger besitzen eine hohe Salzkonzentration. Bleiben größere Mengen auf feuchten Grashalmen liegen, kann dem Pflanzengewebe Wasser entzogen werden. Als Folge entstehen gelbe oder braune Stellen, die häufig als Düngerverbrennungen bezeichnet werden.
Das Risiko steigt insbesondere bei:
- zu hoher Dosierung,
- ungleichmäßiger Verteilung,
- Ausbringung auf nassem Gras,
- Tau auf der Rasenfläche,
- trockenen Bodenbedingungen sowie
- fehlender Bewässerung nach dem Düngen.
Eine Überversorgung mit Stickstoff kann außerdem sehr schnelles und weiches Pflanzenwachstum fördern. Der Rasen benötigt dann häufiger einen Schnitt und kann unter ungünstigen Bedingungen anfälliger gegenüber Krankheiten werden.
Wie viel Ammoniumsulfat benötigt der Rasen?
Die notwendige Menge sollte sich nach dem tatsächlichen Stickstoffbedarf und dem Nährstoffgehalt des verwendeten Produkts richten.
Für einen Dünger mit 21 Prozent Stickstoff lässt sich die benötigte Düngermenge grundsätzlich mit folgender Formel berechnen:
Düngermenge = gewünschte Stickstoffmenge ÷ Stickstoffanteil
Soll beispielsweise rechnerisch eine Stickstoffmenge von 5 Gramm je Quadratmeter ausgebracht werden, entsprechen 5 Gramm geteilt durch 0,21 rund 23,8 Gramm Ammoniumsulfat je Quadratmeter.
Diese Zahl ist ausdrücklich keine pauschale Empfehlung für jede Rasenfläche. Sie verdeutlicht lediglich die Berechnung. Tatsächlicher Bedarf, Boden, Rasentyp, Jahreszeit, Witterung und Angaben des jeweiligen Düngerherstellers müssen berücksichtigt werden.
Nach dem Düngen sollte gewässert werden
Bei der praktischen Anwendung sollte Ammoniumsulfat möglichst gleichmäßig auf trockenem Blattwerk verteilt werden. Anschließend wird die Rasenfläche gewässert. Dadurch gelangen die Düngerkörner von den Blättern in den Boden und lösen sich dort.
Eine Ausbringung auf nassem Gras oder starkem Tau erhöht dagegen das Risiko, dass konzentrierte Salzlösungen direkt auf den Blattflächen entstehen.
Bei regelmäßiger Verwendung ist außerdem eine Kontrolle des Boden-pH sinnvoll. Da Ammoniumsulfat versauernd wirkt, ist es insbesondere auf ohnehin sauren Standorten keine geeignete dauerhafte Standardlösung.
Ammoniumsulfat und Kalk nicht gleichzeitig ausbringen
Besondere Vorsicht gilt bei einer Kalkung. Ammoniumsulfat und Kalk sollten nicht unmittelbar zusammen ausgebracht werden.
Unter alkalischen Bedingungen kann Ammonium verstärkt in gasförmiges Ammoniak übergehen. Dadurch geht Stickstoff verloren und Ammoniak kann in die Atmosphäre entweichen.
Sinnvoller ist es, zunächst den pH-Wert des Bodens zu bestimmen und Kalkung sowie Stickstoffdüngung zeitlich voneinander zu trennen.
Ist Ammonsulfatsalpeter gefährlich?
Ammonsulfatsalpeter, kurz ASS, darf bei der Sicherheitsbewertung nicht mit Ammoniumsulfat verwechselt werden.
Während reines Ammoniumsulfat keinen Nitratstickstoff enthält, besteht Ammonsulfatsalpeter aus einer Kombination von Ammoniumsulfat und Ammoniumnitrat. Ein typisches ASS-26-Produkt enthält etwa 26 Prozent Gesamtstickstoff. Davon entfallen beispielsweise 19 Prozentpunkte auf Ammoniumstickstoff und 7 Prozentpunkte auf Nitratstickstoff. Hinzu kommen etwa 13 Prozent wasserlöslicher Schwefel.
Damit stehen Pflanzen zwei Stickstoffformen zur Verfügung. Nitrat kann unmittelbar aufgenommen werden, während Ammonium im Boden anderen Bindungs- und Umsetzungsprozessen unterliegt.
Für die Sicherheitsfrage ist jedoch vor allem der Ammoniumnitratanteil entscheidend.
ASS ist nicht mit reinem Ammoniumsulfat gleichzusetzen
Ammonsulfatsalpeter ist bei sachgerechter Verwendung und Lagerung ein regulär eingesetzter Mineraldünger. Wegen des enthaltenen Ammoniumnitrats gelten allerdings andere Sicherheitsanforderungen als für reines Ammoniumsulfat.
Je nach konkretem Produkt können Sicherheitsdatenblätter unter anderem auf Augenreizungen, Beschwerden nach Verschlucken, Reizungen durch Staub sowie Gefahren bei starker Erwärmung hinweisen.
Bei thermischer Zersetzung können unter anderem Stickoxide, Distickstoffmonoxid, Ammoniak und Schwefeldioxid entstehen.
Kann Ammonsulfatsalpeter explodieren?
Eine pauschale Aussage, wonach Ammonsulfatsalpeter grundsätzlich explosiv sei, beschreibt die tatsächlichen Risiken nicht ausreichend.
Im normalen landwirtschaftlichen Umgang entzündet sich der Dünger nicht einfach von selbst. Ammoniumnitrathaltige Düngemittel können jedoch unter ungünstigen Bedingungen gefährliche Reaktionen entwickeln. Dazu gehören starke Erwärmung, Feuer, Verunreinigungen, ungünstige Lagerbedingungen oder bestimmte Situationen mit eingeschlossenem Material.
Wie hoch das Risiko ist, hängt unter anderem von Zusammensetzung, Stickstoffgehalt, Produktstruktur, Temperatur und möglichen Verunreinigungen ab.
Aus diesem Grund gelten für ammoniumnitrathaltige Dünger besondere Anforderungen an Herstellung, Produktqualität und teilweise auch an ihre Prüfung.
Richtige Lagerung senkt das Risiko
Ammonsulfatsalpeter sollte trocken, sauber und gut belüftet gelagert werden. Starke Wärme, offene Flammen und direkte Sonneneinstrahlung sind zu vermeiden.
Besonders wichtig ist die Trennung von Stoffen, die bei einem Brand zusätzliche Energie liefern oder mit dem Dünger reagieren könnten. Dazu gehören beispielsweise Brennstoffe, Sägemehl und andere organische oder brennbare Materialien.
Auch Vermischungen mit unbekannten Chemikalien müssen vermieden werden. Die Quelldatei nennt unter anderem Säuren, Laugen, Chlorate und Nitrite als Stoffgruppen, von denen ASS getrennt gehalten werden sollte.
Für landwirtschaftliche Betriebe ist deshalb das Sicherheitsdatenblatt des tatsächlich verwendeten Düngers maßgeblich. Bei größeren Lagermengen kommen zusätzlich die jeweils geltenden betrieblichen und rechtlichen Anforderungen hinzu.
Ammoniumsulfat, Ammonsulfatsalpeter und Ammoniumnitrat unterscheiden
Die ähnlichen Bezeichnungen führen immer wieder zu Missverständnissen. Fachlich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Stoffe beziehungsweise Düngemittel.
Ammoniumsulfat (AS) besitzt die chemische Formel (NH₄)₂SO₄. Es liefert Ammoniumstickstoff und Sulfatschwefel, enthält aber kein Nitrat.
Ammonsulfatsalpeter (ASS) enthält sowohl Ammoniumsulfat als auch Ammoniumnitrat. Deshalb liefert er Ammonium- und Nitratstickstoff sowie Schwefel.
Ammoniumnitrat mit der Formel NH₄NO₃ ist wiederum eine eigenständige Stickstoffverbindung und enthält keinen Schwefel.
Diese Unterscheidung ist gerade bei Aussagen über Brand- oder Explosionsgefahren entscheidend. Sicherheitshinweise für ammoniumnitrathaltige Dünger können nicht ohne Weiteres auf reines Ammoniumsulfat übertragen werden.
Ammoniumsulfat bedarfsgerecht einsetzen
Ammoniumsulfat ist vor allem dort interessant, wo Pflanzen Stickstoff und Schwefel gleichzeitig benötigen. Seine schnelle Löslichkeit ermöglicht eine rasche Düngewirkung. Gleichzeitig kann die regelmäßige Verwendung den Boden versauern.
Für die landwirtschaftliche Anwendung bedeutet das: Düngemenge, Bodenzustand und Nährstoffbedarf gehören zusammen betrachtet. Eine Bodenuntersuchung und eine standortgerechte Düngeplanung helfen dabei, unnötige Nährstoffüberschüsse zu vermeiden.
Auch bei Rasenflächen ist eine hohe Menge nicht automatisch vorteilhaft. Überdosierung kann Gräser schädigen, während eine langfristige einseitige Anwendung den Boden-pH unerwünscht absenken kann.
Bei Ammonsulfatsalpeter kommt ein weiterer Punkt hinzu. Aufgrund des enthaltenen Ammoniumnitrats gelten andere Sicherheitsbedingungen als bei reinem Ammoniumsulfat. Produktkennzeichnung und aktuelles Sicherheitsdatenblatt sollten deshalb immer Grundlage für Anwendung, Transport und Lagerung sein.
Quellen
- BASF – Sicherheitsdatenblatt Ammoniumsulfat
- Oregon State University – Practical Lawn Care for Western Oregon
- Oregon State University – Acidifying Soil for Crop Production
- Purdue University – Soil pH and Liming
- Gesetze im Internet – Düngemittelverordnung, Anlage 1
- Gesetze im Internet – Düngeverordnung
- Saletrosan – Produktinformation Saletrosan 26 / Ammonsulfatsalpeter
- Sicherheitsdatenblatt – Ammonsulfatsalpeter ASS 26
- EUR-Lex – EU-Vorschriften für Düngemittel und ammoniumnitrathaltige Dünger
