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Landwirte profitieren 2027 von höheren Prämien für Ökoregelungen

Die landwirtschaftliche Gemeinschaft in Deutschland kann sich 2027 auf eine deutliche Erhöhung der Prämien für die Einkommensgrundstützung, erste Hektare und Ökoregelungen freuen. Diese Anpassung kommt in einer Zeit, in der die Landwirte mit Herausforderungen wie steigenden Kosten für Dünger und Energie konfrontiert sind, was die Bedeutung dieser finanziellen Unterstützung unterstreicht.

Steigende Basisprämie und Umverteilungsprämien

Im kommenden Jahr wird die Basisprämie voraussichtlich auf etwa 175 Euro pro Hektar steigen, ein bemerkenswerter Anstieg gegenüber den rund 150 Euro, die 2026 gezahlt wurden. Auch die Umverteilungsprämien erfahren eine Erhöhung: Für die ersten 40 Hektar werden zukünftig rund 83 Euro je Hektar gezahlt, während es für die nächsten 20 Hektar etwa 48 Euro geben wird. Aktuell erhalten Landwirte für diese Flächen etwa 65 Euro beziehungsweise 39 Euro.

Förderung von Mutterkühen und Ökoregelungen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant zudem eine Aufstockung der Prämien für gekoppelte Zahlungen und bestimmte Ökoregelungen. Für Mutterkühe sind zum Beispiel etwa 100 Euro je Tier vorgesehen, was einen Anstieg um rund 15 Euro bedeutet. Auch Mutterschafe und -ziegen sollen profitieren, mit einem geplanten Zuwachs von etwa acht Euro auf knapp 46 Euro je Tier.

Für das extensive Dauergrünland im Rahmen der Ökoregelung 4 ist eine Erhöhung von derzeit 100 auf künftig 115 Euro pro Hektar geplant. Zudem wird das Budget der Ökoregelung 5 an den gestiegenen Bedarf angepasst. Insgesamt soll für Ökoregelungen im nächsten Jahr ein zusätzliches Budget von rund 218 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Blick auf die Zukunft: GAP-Änderungen ab 2028

Die zusätzlichen Mittel im Jahr 2027 resultieren aus dem Verzicht auf die Umschichtung von Mitteln in die Zweite Säule der GAP-Förderung, was normalerweise zugunsten des Folgejahres erfolgt. Ab 2028 sollen diese Umschichtungen entfallen, um den Änderungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Rechnung zu tragen.

Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Förderperiode ab 2028 bis 2034. Sollte das EU-Agrarbudget im Zuge des neuen EU-Finanzrahmens signifikant gekürzt werden – wie von einigen politischen Akteuren gefordert – könnten Landwirte mit erheblich reduzierten Prämien rechnen müssen. Die Basisprämie könnte dann auf unter 90 Euro pro Hektar fallen.

Kurzfristige Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirte

Zunächst hatte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer geplant, die zusätzlichen Mittel in Höhe von rund 737 Millionen Euro nur teilweise bereits 2027 für die Erste Säule zu nutzen und den Großteil für spätere Jahre zu reservieren, um drohende Kürzungen abzufedern. Angesichts der wirtschaftlichen Belastungen durch schlechte Ernten sowie steigende Betriebskosten hat er jedoch beschlossen, diese Mittel vollständig im nächsten Jahr auszuzahlen.

Diese Entscheidungen zeigen das Bemühen um eine kurzfristige Entlastung der landwirtschaftlichen Betriebe, während gleichzeitig langfristige Herausforderungen durch mögliche Kürzungen im EU-Budget bestehen bleiben.