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Deutscher Bierabsatz sinkt um 2,1 % – Inlandsverbrauch stark betroffen

Der Trend des sinkenden Bierkonsums in Deutschland setzt sich fort. Zwischen Januar und Juli 2026 sank der Bierabsatz im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,1 %, was einem Verlust von fast einer Million Hektolitern entspricht. Trotz stabiler Exporte verzeichnete der Inlandsverbrauch einen deutlichen Rückgang.

Regionale Unterschiede im Bierabsatz

Ein genauer Blick auf die Bundesländer zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Während Sachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg nur moderate Rückgänge von bis zu 3,4 % meldeten, sahen sich Niedersachsen/Bremen und Hessen mit Einbrüchen von nahezu 18 % bzw. 37 % konfrontiert.

Die aktuellen Zahlen schließen alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie importiertes Bier aus Ländern außerhalb der Europäischen Union aus. Auch wenn saisonale Schwankungen erkennbar sind, bleibt der allgemeine Trend eines sinkenden Absatzes dominierend.

Bedeutung des Inlandsmarktes

Von dem in Deutschland produzierten Bier wurden 82 % für den heimischen Markt versteuert, was den Rückgang des Inlandsverbrauchs noch deutlicher macht: Hier fiel der Absatz um 2,9 %. Die restlichen 18 % des Absatzes wurden steuerfrei entweder als Export oder als sogenannter Haustrunk abgegeben.

Konkret gingen 5,26 Millionen Hektoliter, was einer Steigerung von 2,7 % entspricht, in die EU-Staaten. In Nicht-EU-Staaten wurden 3,51 Millionen Hektoliter, ein Plus von 0,2 %, verkauft. Der Haustrunk an Brauereimitarbeiter belief sich auf 56.733 Hektoliter, was einem leichten Rückgang von 0,1 % entspricht.

Biermischungen ebenfalls betroffen

Nicht nur traditionelles Bier ist betroffen: Auch Biermischgetränke mit Limonade oder Fruchtsäften verzeichneten einen Absatzrückgang. Von Januar bis Juli sanken die Verkaufszahlen dieser Mischungen um 4,5 %. Mit lediglich 2,74 Millionen Hektolitern machen sie jedoch nur etwa 6 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die deutsche Brauindustrie weitgehend stabil im Exportgeschäft. Dennoch zeigt der Trend des sinkenden Inlandsverbrauchs deutlich auf, dass sich das Konsumverhalten in Deutschland verändert hat und möglicherweise weitere Anpassungen erforderlich sind.