Die Agrarmärkte erleben derzeit eine bewegte Phase, in der insbesondere der Weizenmarkt unter Druck steht. Trotz diplomatischer Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine bleibt die Lage angespannt. Der Dezember-Kontrakt für Weizen an der Euronext fiel am Freitag um 0,25 Euro auf 234 Euro pro Tonne und verzeichnete damit einen Wochenverlust von 4 Prozent. Auch an der CBOT in den USA gab der Dezember-Kontrakt nach, obwohl er am Freitag leicht zulegte. Insgesamt beträgt das Minus hier 5,4 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.
Ölsaaten: Einfluss steigender Rohölpreise
Am Markt für Ölsaaten zeigten sich die Rapsfutures an der Euronext durchweg positiv. Der Februar-Termin 2027 stieg um 2,25 Euro auf 549,50 Euro pro Tonne. Dennoch bleibt ein Wochenverlust von 0,5 Prozent bestehen. In Chicago profitierten die Sojabohnen von einer starken Exportnachfrage aus China und legten leicht zu. Auch hier gibt es jedoch einen Wochenverlust von 0,4 Prozent. Ein Anstieg der Ölpreise trug zur positiven Stimmung bei und beeinflusste sowohl den europäischen Rapshandel als auch den Canolahandel in Kanada.
Mais: Rückgang der ukrainischen Exporte
Im Maishandel zeigt sich ein gemischtes Bild. An der Euronext blieb der meistgehandelte März-Termin unverändert bei 265,25 Euro je Tonne. Über die Woche hinweg verzeichnete dieser jedoch einen Verlust von 2,2 Prozent. Die CBOT verzeichnete ebenfalls Rückgänge aufgrund eines erhöhten Angebots durch die zügige Ernte in den USA. Besonders auffällig ist der starke Rückgang der Maisexporte aus der Ukraine, die zwischen dem 1. und 20. Oktober lediglich 200.000 Tonnen exportierte. In den Vorjahren lag dieser Wert bei bis zu zwei Millionen Tonnen pro Monat.
Milchmarkt: Magermilchpulver profitiert von Nachfrage
Der Milchsektor zeigt eine positive Entwicklung beim Magermilchpulver an der EEX, das von einer starken internationalen Nachfrage und einem schwachen Euro profitierte. Der Januar-Kontrakt für das Jahr 2027 stieg um 3,2 Prozent auf 3.725 Euro pro Tonne. Im Gegensatz dazu fehlten dem Buttermarkt Impulse; hier notierte der Oktober-Kontrakt mit einem Verlust von 3,6 Prozent.
Kartoffeln: Einstellung des Handels mit Verarbeitungs-Kartoffeln
An der EEX-Börse werden keine Kontrakte für Verarbeitungs-Kartoffeln mehr gehandelt seit Juni 2026. Marktinformationen zu Verarbeitungs- und Industriekartoffeln sind jedoch weiterhin verfügbar über spezialisierte Plattformen wie Markt Pro.
Der gegenwärtige Umrechnungskurs liegt bei 1 Euro = 1,1234 USD. Diese Kurse beeinflussen die Preisgestaltung und Handelsentscheidungen auf den internationalen Märkten maßgeblich.
