Die globalen Agrarmärkte verzeichnen derzeit interessante Entwicklungen, insbesondere bei Weizen, Mais und Milchprodukten. Die Nachfrage nach Weizen bleibt schwach, während die Märkte für Mais mit neuen Tiefstständen zu kämpfen haben. Auch im Milchsektor gibt es wenig Bewegung. Diese Trends könnten weitreichende Folgen für Landwirte und Händler haben.
Weizenmärkte unter Druck
Der Weizenhandel an der Euronext schloss die vergangene Woche mit leichten Verlusten ab. Der September-Kontrakt fiel um 2,25 € auf 200,75 €/t, was einem Rückgang von 0,4 % entspricht. Auch an der CBOT war ein Rückgang zu verzeichnen: Der Juli-Termin verlor 2,25 Cent auf 5,85 US-$/bu (umgerechnet etwa 186 €/t). Trotz guter Ernteprognosen bleibt die Exportnachfrage verhalten. Der jüngst geschlossene Deal zwischen dem Iran und den USA könnte den Markt zusätzlich belasten.
Ölsaaten unter Druck durch fallende Rohölpreise
Auch der Handel mit Ölsaaten zeigte Schwächentendenzen. An der Euronext sank der Rapskontrakt für August um 6,25 € auf 522,25 €/t. Trotz des Wochengewinns von 0,5 % belasten niedrige Rohölpreise und günstige Wetterbedingungen den Markt. Ähnlich erging es den Sojabohnen an der CBOT in Chicago; hier reduzierte sich der Juli-Vertrag um 1,5 Cent auf 11,14 US-$/bu (354 €/t), mit einem Wochenminus von 0,7 %.
Maispreise erreichen neue Tiefststände
An der CBOT stieg der Juli-Maisvertrag leicht um 1 Cent auf 4,13 US-$/bu (140 €/t), jedoch blieb das Wochenminus bei 1,1 %. An der Euronext fiel der August-Kontrakt um 2,50 € auf 212,75 €/t und verzeichnete einen Wochengewinn von 1,3 %. Gute Wetterbedingungen in den USA sowie hohe Erträge aus Argentinien und Brasilien drücken weiter auf die Preise.
EEX-Milchmarkt zeigt geringe Volatilität
Im Milchsektor ist die Preissituation stabiler. Die Butterpreise an der EEX stiegen leicht; der meist gehandelte September-Kontrakt erreichte einen Schlusskurs von 4.163 €/t – ein Plus von 64 € zur Vorwoche. Das Magermilchpulver hingegen verlor im gleichen Zeitraum 15 €, womit es bei einem Preis von 2.690 €/t gehandelt wird. Während die Butterpreise nahe eines Fünf-Jahres-Tiefs verharren, bleibt die zukünftige Marktentwicklung beim Pulver stark exportabhängig.
