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Weizenpreise steigen nach Angriffen, Sojabohnen und Canola fallen

Die Entwicklungen an den internationalen Agrarbörsen zeigen sich derzeit recht dynamisch. Insbesondere die Weizenpreise erlebten zuletzt einen deutlichen Anstieg. Hintergrund sind Berichte über nächtliche Angriffe der Ukraine auf russische Häfen, die möglicherweise Getreide- und Pflanzenölverladeeinrichtungen beschädigt haben. Diese Ereignisse führten dazu, dass die Kurse sowohl an der Euronext als auch in Chicago am Donnerstag merklich anzogen, nachdem sie Tage zuvor Verluste hinnehmen mussten.

Ölsaaten: Uneinheitliche Entwicklungen

Im Sektor der Ölsaaten verzeichnete Raps an der Euronext eine uneinheitliche Kursentwicklung. Der November-Future legte leicht zu, während andere Ölsaaten wie Sojabohnen und Canola unter Druck gerieten. An der CBoT wurde ein deutlicher Rückgang bei Sojabohnen beobachtet, was auf günstige Wetterbedingungen in den USA und Kanada zurückzuführen ist. Diese beeinflussten den Markt negativ, während steigende Rohölpreise dem Rapshandel in Europa Auftrieb gaben.

Mais: Kapitalverschiebungen belasten Kurse

Die Verluste bei Maisfutures waren ebenfalls spürbar. Der Dezember-Kontrakt an der CBoT fiel deutlich, was mit verbesserten Wetterprognosen für den Corn Belt zusammenhängt. In Europa hingegen blieben die Verluste aufgrund weniger positiver Wetteraussichten begrenzt. Finanzinvestoren verlagern Kapital aus den Agrarrohstoffen in Energiemärkte, was die Aussichten für eine Erholung der Maispreise weiter trübt.

Milchmarkt: Butterpreis markiert Höchststand

Am Milchmarkt erreichte der Butterpreis ein Sechs-Wochen-Hoch an der EEX, während Magermilchpulver leicht nachgab. Die geopolitischen Spannungen führen zu Unsicherheiten über die künftige Nachfrageentwicklung. Gleichzeitig sorgt das begrenzte Rohstoffangebot für eine stabilisierende Wirkung auf die Preise.

Kartoffelhandel: Langfristige Änderungen

An der EEX-Börse werden ab Juni 2026 keine Kontrakte für Verarbeitungs-Kartoffeln mehr angeboten. Dennoch bleiben aktuelle Marktinformationen über Verarbeitungs- und Industriekartoffeln verfügbar, ebenso wie Preis- und Markteinschätzungen für Speiseware auf spezialisierten Plattformen.

Letztlich bleibt abzuwarten, wie sich diese verschiedenen Faktoren weiter auf die Agrarmärkte auswirken werden, insbesondere angesichts der geopolitischen Spannungen und klimatischen Einflüsse.