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Coceral: EU-Getreideernte 2026 um 6% niedriger als 2025 erwartet

Für das Jahr 2026 prognostiziert der Europäische Dachverband der Getreidehändler, Coceral, eine Getreideernte von 275 Millionen Tonnen in der EU-27. Dies würde eine Reduzierung um 6% im Vergleich zum Vorjahr darstellen.

Rückgang bei Erträgen und Anbauflächen

Laut Coceral sind sowohl ein Rückgang des durchschnittlichen Ertrags als auch eine Verringerung der Anbaufläche für diese Abnahme verantwortlich. Der Verband schätzt den durchschnittlichen Getreideertrag in der EU auf 56,40 Dezitonnen pro Hektar, was einen Rückgang von 4,6% gegenüber dem Vorjahr bedeutet, als der Ertrag noch 59,1 dt/ha betrug. Zudem wird die Anbaufläche auf 48,73 Millionen Hektar prognostiziert, was einer Reduktion von 679.000 Hektar oder 1,4% im Vergleich zu 2025 entspricht.

Weichweizen: Ein deutlicher Rückgang

Spezifisch für Weichweizen erwartet Coceral ein Produktionsvolumen von 130,11 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 6,3% im Vergleich zum Vorjahr gleichkommt. Der Verband geht davon aus, dass die Weizenerträge in den meisten EU-Ländern niedriger ausfallen werden als im überdurchschnittlich guten Jahr 2025. Der erwartete Durchschnittsertrag liegt bei 59,90 dt/ha gegenüber 64,20 dt/ha im Vorjahr. In Frankreich wird mit einer Produktion von 32,29 Millionen Tonnen gerechnet, während Deutschland voraussichtlich auf 22,38 Millionen Tonnen kommen wird. Rumänien und Polen liegen nahezu gleichauf mit etwa 12,7 bzw. 12,6 Millionen Tonnen.

Gerstenproduktion stark rückläufig

Die Gerstenernte wird ebenfalls geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Coceral schätzt die Gesamtmenge auf 52,80 Millionen Tonnen, was einen Rückgang um 8,1% gegenüber den letztjährigen 57,45 Millionen Tonnen darstellt. Diese Reduktion ist hauptsächlich auf einen geringeren Durchschnittsertrag zurückzuführen; dieser wird auf 52,30 dt/ha geschätzt nach 57 dt/ha im Jahr zuvor.

Stabile Maisernte trotz reduzierter Anbaufläche

Besser sieht es hingegen bei der Maisernte aus: Hier erwartet Coceral nahezu gleichbleibende Ergebnisse mit einer Menge von 57,52 Millionen Tonnen, was lediglich ein Minus von 1% im Vergleich zu 2025 bedeutet. Der Anbau wurde jedoch um 6,5%, auf nunmehr 7,82 Millionen Hektar reduziert. Dennoch soll der Durchschnittsertrag höher ausfallen und bei etwa 73,10 dt/ha liegen; dies wäre eine Steigerung gegenüber den glatten 69 dt/ha, die im Jahr zuvor erreicht wurden.