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Agrarmarkt-Update: Weizenverluste durch Russlands Angriffe, Raps sinkt

Die weltweiten Agrarmärkte zeigen sich von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Eine der zentralen Nachrichten betrifft den Weizenmarkt, wo die Preise an der Euronext am Freitag um deutliche 8,75 € auf 236,25 €/t gefallen sind. Diese Schwankung reiht sich in eine Woche ohne Gesamtveränderung ein. Auch an der CBoT verzeichnete der September-Future ein Minus von 18,25 Cent auf 6,78 US-$/bu (219 €/t), was einem Rückgang von 0,7 % im Wochenvergleich entspricht. Laut Berichten wird über internationale Maßnahmen zur Sicherung des ukrainischen Agrarexports spekuliert, was Druck auf die Märkte ausübte. Zudem korrigierte das Beratungsunternehmen IKAR seine Prognose für die russischen Weizenexporte für das Jahr 2026/27 nach unten.

Ölsaaten unter dem Einfluss fallender Rohölpreise

Auch die Rapsmärkte an der Euronext stehen unter Druck und verzeichneten am Freitag einen Rückgang um 12,75 € auf 550,75 €/t. Trotz dieses Verlusts bleibt ein kleines Wochenplus von 0,14 %. In den USA hingegen konnten Sojabohnen Gewinne erzielen; der November-Kontrakt stieg um 9,75 Cent und erreichte 12,53 US-$/bu (405 €/t), was einem Wochengewinn von 4,2 % entspricht. Während schwächere Rohölpreise den Rapshandel belasteten, profitierten die Sojabohnen von einer robusten Nachfrage und günstigen Wetterbedingungen.

Maismarkt zeigt sich uneinheitlich

Für den Maishandel endete die Woche mit gemischten Ergebnissen. An der CBoT blieb der meistgehandelte Dezember-Future unverändert bei 4,78 US-$/bu (166 €/t). Dies resultiert in einem Wochengewinn von 11 Cent oder 2,4 %. An der Euronext hingegen sank der Dezember-Future um 2,75 € auf 254,75 €/t und konnte dennoch einen Wochenanstieg von 3,1 % verzeichnen. Die Preisbewegungen im Weizenmarkt hatten auch Auswirkungen auf den Maishandel in Europa. Trotz dieser Schwankungen bleibt die Marktstimmung aufgrund der anhaltenden Hitze in Europa optimistisch.

Kassamarkt stabilisiert Milchpreis trotz EEX-Verlusten

Der Milchsektor zeigt eine differenzierte Entwicklung: Der Magermilchpulver-Future für August 2026 fiel um 5 € auf 2.813 €/t zurück. Auch Butter verzeichnete einen Rückgang um 164 € und erreichte einen Preis von 4.061 €/t. Diese Verluste traten auf, obwohl die Kassamarktpreise in Deutschland steigen. Grund dafür sind vor allem die wetterbedingten Einbußen bei Milchmengen und -qualität sowie ein schwächerer Euro, der das Exportgeschäft begünstigt.

Zukunft des Kartoffelmarktes ohne EEX-Kontrakte

Seit Juni 2026 werden an der EEX-Börse keine Kontrakte für Verarbeitungs-Kartoffeln mehr angeboten. Aktuelle Marktinformationen hierzu sind über Plattformen wie Markt Pro verfügbar. Für Speisekartoffeln bleiben jedoch Preis- und Markteinschätzungen weiterhin zugänglich.