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Schweinepreis stabil bei 1,60 Euro: Markt verliert an Dynamik

Die Preisstabilität am Schweinemarkt bleibt weiterhin bestehen, wie die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bekanntgab. Der Vereinigungspreis für Schlachtschweine wurde für die Woche vom 27. August bis zum 2. September bei 1,60 Euro pro Kilogramm belassen. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 18 Prozent im Vergleich zur selben Woche des Vorjahres.

Angebots- und Nachfragesituation

Marktanalysten berichten von einem leichten Anstieg des Angebots an Schlachtschweinen im Vergleich zu den Vorwochen. Die kühleren Temperaturen nach heißen Tagen haben das Wachstum der Schweine begünstigt, sodass diese problemlos Abnehmer finden. Schlachtbetriebe sind gut versorgt, ohne dass es zu größeren Angebotsüberschüssen kommt.

Trotzdem hat die Marktdynamik nach den jüngsten Preissteigerungen merklich nachgelassen. Bei der jüngsten Auktion der Internetschweinebörse am 25. August blieben alle 900 angebotenen Schweine unverkauft, was auf nicht übereinstimmende Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern zurückzuführen ist.

Fleischmarkt und Verbraucherverhalten

Die Nachfrage am Fleischmarkt hat sich wieder normalisiert, wobei das Ende der Sommerferien in mehreren Bundesländern für eine leichte Belebung sorgte. Allerdings hemmt das Monatsende die Kaufbereitschaft der Verbraucher, was kaum Spielraum für Preiserhöhungen lässt.

Laut Dr. Robert Elmerhaus von Tönnies konnte die Dynamik des Lebendmarktes nicht im gleichen Tempo auf die Fleischseite übertragen werden. Die Preissteigerungen beim Lebendvieh müssen sich dementsprechend noch im Fleischgeschäft durchsetzen.

Preisaktionen im Einzelhandel

Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich die Nachfrage nach Schweinefleisch durch Sonderangebote im Lebensmitteleinzelhandel wieder belebt. In der 33. Kalenderwoche senkten führende Discounter die Preise für Produkte wie Schweineschnitzel und Hackfleisch. Diese Entwicklung spiegelt die zuvor gesunkenen Schlachtschweinepreise wider, wobei die Erzeugerpreise im Juni um 25,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.

Entscheidend wird sein, wie sich das Angebot in den kommenden Wochen entwickelt und ob der Fleischabsatz mit dem Ende der Ferienzeit wieder zunehmen kann.