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Bodenpreise 2025: Bayern bleibt teuerster Standort in Deutschland

Im Jahr 2025 verzeichneten die Bodenpreise in Deutschland erstmals seit Jahren einen leichten Rückgang. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) betrug der durchschnittliche Preis für einen Hektar Ackerland bundesweit 93.720 Euro in Bayern, während im Saarland lediglich 14.097 Euro gezahlt wurden. Besonders bemerkenswert ist, dass in Schleswig-Holstein die Bodenpreise innerhalb von drei Jahren um bis zu 60 Prozent schwankten, und in Brandenburg Grünland teurer als Ackerland gehandelt wurde.

Regionale Unterschiede bei den Bodenpreisen

Bayern behauptete seine Spitzenposition bei den Bodenpreisen, obwohl der Preis für Ackerland dort leicht um 0,7 Prozent fiel. Der Durchschnittspreis lag bei 93.720 Euro pro Hektar. Nordrhein-Westfalen, das im Vorjahr noch an der Spitze stand, verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 6,4 Prozent auf nunmehr 91.496 Euro pro Hektar. Niedersachsen (66.376 Euro), Schleswig-Holstein (49.510 Euro) und Baden-Württemberg (39.570 Euro) folgten auf den Plätzen drei bis fünf. Die niedrigsten Preise wurden in den ostdeutschen Flächenländern sowie im Saarland registriert.

Schleswig-Holstein: Schwankende Preise

In Schleswig-Holstein erlebten die Bodenpreise eine regelrechte Achterbahnfahrt. Der Preis pro Hektar Ackerland stieg von 43.032 Euro im Jahr 2022 auf 70.032 Euro im Jahr 2024, nur um dann wieder auf 49.510 Euro zu fallen – ein Rückgang von 29 Prozent innerhalb eines Jahres. Diese starken Schwankungen sind teilweise darauf zurückzuführen, dass lediglich etwa 230 bis 290 Verkaufsfälle pro Jahr in die Statistik einfließen und daher einzelne größere Transaktionen den Durchschnittswert stark beeinflussen können.

Brandenburg: Besonderheiten beim Grünland

Eine ungewöhnliche Marktkonstellation zeigt sich in Brandenburg: Hier wurde Grünland mit einem Preis von 15.514 Euro pro Hektar teurer gehandelt als Ackerland mit 14.809 Euro pro Hektar – eine Seltenheit unter den Bundesländern. Der Anstieg beim Grünlandpreis um fast ein Drittel wird durch eine gestiegene Nachfrage nach ökologischen Ausgleichsflächen und Projekten zu erneuerbaren Energien erklärt, ebenso wie durch die Nähe vieler Flächen zum Berliner Umland.

Dynamik in Bayern und NRW

Während Bayern zwischen 2022 und 2025 einen kontinuierlichen Anstieg der Ackerlandpreise um rund elf Prozent verzeichnete, zeigte Nordrhein-Westfalen ein wellenförmiges Muster: Nach einem Anstieg auf über 100.000 Euro im Jahr 2023 fiel der Preis auf das aktuelle Niveau zurück – praktisch unverändert über die gesamte Periode betrachtet (-0,5 Prozent). In Schleswig-Holstein (+31 Prozent), Rheinland-Pfalz (+22 Prozent) und Sachsen (+21 Prozent) waren dagegen die stärksten Zuwächse über fünf Jahre zu verzeichnen.

Methodik der Bodenpreisstatistik

Die Daten stammen aus der amtlichen Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke, welche Destatis jährlich basierend auf Angaben der Finanzämter und Gutachterausschüsse erhebt. Erfasst werden alle notariell beurkundeten Verkäufe landwirtschaftlicher Flächen ab einer Größe von 0,1 Hektar. Seit dem Berichtsjahr 2022 erfolgt eine getrennte Ausweisung nach Bodenart – Ackerland, Grünland und sonstige landwirtschaftliche Flächen –, während zuvor nur ein Gesamtwert vorlag.