Anzeige
 

Erzeugerpreise fallen stark

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind in Deutschland weiterhin rückläufig. Im Juni 2026 lagen sie um 13,9 % unter dem Niveau des gleichen Monats im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Besonders betroffen sind sowohl pflanzliche als auch tierische Erzeugnisse, während gleichzeitig die Kosten für Betriebsmittel wie Diesel und Dünger steigen. Trotz der sinkenden Preise auf Erzeugerebene bleiben die Verbraucherpreise für Lebensmittel hoch, was die Nachfrage dämpft.

Preisrückgänge bei pflanzlichen Erzeugnissen

Pflanzliche Produkte verzeichneten im Juni 2026 einen Preisrückgang von 6,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Preise für Speisekartoffeln fielen sogar um beachtliche 35,9 %. Auch Getreide war mit einem Preisrückgang von 7,7 % billiger als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Handelsgewächse leicht an, wobei Raps um 4,5 % zulegte. Bei Obst sanken die Preise um 17,6 %, mit erheblichen Rückgängen bei Tafeläpfeln von 33,5 %, während Erdbeeren teurer wurden.

Tiere und tierische Erzeugnisse unter Druck

Für tierische Produkte sank der Preis im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,8 %. Insbesondere Milch war um 25,4 % günstiger als im Juni 2025. Im Gegensatz dazu stiegen die Eierpreise binnen Jahresfrist um 11,0 %. Die Preise für Schlachtschweine fielen stark um 25,5 %, während Rinderpreise um 8,0 % nachgaben.

Anstieg der Betriebsmittelkosten belastet Landwirte

Trotz fallender Erzeugerpreise sehen sich Landwirte mit steigenden Kosten konfrontiert. Von Januar bis April 2026 sind die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel um 4,4 % gestiegen. Besonders auffällig waren die Preisanstiege bei Treibstoffen mit einem Plus von 34,1 %. Gleichzeitig sank der Preis für elektrischen Strom leicht.

Nahrungsmittelpreise trotzen dem Abwärtstrend nicht

Trotz der gesunkenen Rohstoffpreise blieben die Verbraucherpreise für Lebensmittel im Juli 2026 stabil und lagen um 0,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Fleischprodukte verteuerten sich dabei besonders stark. Als Gründe hierfür nennt Statistisches Bundesamt unter anderem die gestiegenen Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen sowie das Auslaufen eines staatlichen Tankrabatts.