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Weizenpreise steigen wegen Ukraine-Russland-Krise erneut stark an

Am Mittwoch stiegen die Weizenpreise an der Euronext kräftig an, was die Sorgen über die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine auf dem Weltmarkt widerspiegelt. Experten sind besorgt, da diplomatische Bemühungen ins Stocken geraten sind und die militärischen Auseinandersetzungen weiter eskalieren. Diese Unsicherheiten tragen zu einem erwarteten Anstieg der internationalen Nachfrage nach Weizen bei, während das Angebot aus der südlichen Hemisphäre den Bedarf vorerst deckt.

Die Märkte beobachten auch die Preisentwicklung in Rumänien und Bulgarien, wo die Weizenpreise nach einem starken Anstieg stagnieren, da sie sich an das westeuropäische Niveau angleichen. Gleichzeitig verzeichnen auch Maispreise einen Aufwärtstrend, beeinflusst durch ähnliche Entwicklungen in den USA. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete in seinem aktuellen „Crop Progress“-Bericht eine Verschlechterung der Anbaubedingungen, kurz nachdem eine Tour enttäuschende Ertragspotenziale gezeigt hatte.

Schwankungen bei Raps- und Ölpreisen

Parallel zu den Entwicklungen bei Weizen und Mais kam es bei den Rapsnotierungen an der Euronext zu einem leichten Rückgang. Nach starken Schwankungen in den Tagen zuvor sanken die Raps-Futures für November 2026 um 2 €/t auf 531 €/t. Verantwortlich für diesen Rückgang ist ein Einbruch der Rohölpreise, der durch Gespräche zwischen dem Iran und Oman über sichere Schifffahrtswege ausgelöst wurde.

Teheran machte jedoch klar, dass eine Öffnung der Straße von Hormus mit politischen Bedingungen verbunden sei. Auch in Chicago zeigte sich Sojaöl preislich schwach, da Veränderungen in der US-Politik den Biodieselabsatz beeinträchtigten. Palmöl verlor ebenfalls fast 2 % an Wert auf dem malaysischen Markt, was auf zurückgehende Exporte seit Mitte August zurückzuführen ist.

Handelsspannungen belasten Canola

Die Canola-Preise an der ICE Canada stehen unter Druck aufgrund neuer Handelsspannungen zwischen Ottawa und Washington. Der jüngste USDA-Bericht reduzierte zudem die Bewertung der Sojabestände um einen Punkt auf 60 %, was neun Punkte unter dem Vorjahreswert liegt. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen der Agrarmarkt derzeit konfrontiert ist.