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Polen stärkt Schweinehalter mit 115 Mio. € GAP-Beihilfen und Prämien

Die Landwirtschaft in Polen steht unter erheblichem Druck, da die Preise für Schweine und Düngemittel weiterhin steigen. In Anbetracht dieser Herausforderungen plant die polnische Regierung Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirte. Der Landwirtschaftsminister Stefan Krajewski gab bekannt, dass Gespräche mit der EU-Kommission über Beihilfen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geführt werden.

Finanzielle Unterstützung für Schweinehalter

Rund 115 Millionen Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, um insbesondere Sauenhalter zu unterstützen. Krajewski erklärte, dass der Erwerb einer Zuchtsau mit rund 115 Euro gefördert werden soll. Zudem ist für die erste Abferkelung eine Prämie von etwa 346 Euro vorgesehen.

Parallel dazu bemüht sich der Minister um eine Intervention zugunsten der Schweinehalter im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO). Die Initiative wird durch den deutlichen Preisrückgang bei Schlachtschweinen motiviert. Derzeit liegen die Preise in Polen etwa sieben Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Die Entscheidung der EU-Kommission steht noch aus, nachdem bereits 2025 ein ähnlicher Antrag Polens abgelehnt wurde.

Anpassungen bei den Düngehilfen

Nicht nur Tierhalter, sondern auch Ackerbauern können auf Hilfe hoffen. Die Rückerstattung der Verbrauchssteuer auf Agrarkraftstoff soll umgerechnet um 12 Cent auf 46 Cent pro Liter erhöht werden. Diese Maßnahme soll die finanziellen Belastungen der Landwirte etwas mildern.

Darüber hinaus bereitet Polen die Verteilung von 66,6 Millionen Euro aus der Agrarreserve vor, um die Preiskrise bei Düngemitteln zu bewältigen. Eine Förderung von bis zu 115 Euro pro Hektar ist geplant und könnte bis zu einem Maximum von 300 Euro gewährt werden. Die nationalen Mittel sollen diese Brüsseler Gelder ergänzen, doch über das genaue Ausmaß des staatlichen Zuschusses wurden keine Details bekanntgegeben.

Insgesamt zeigt sich Polen bemüht, durch gezielte finanzielle Maßnahmen die schwierige Lage seiner Landwirte zu stabilisieren und sowohl Tierhalter als auch Ackerbauern in dieser Phase wirtschaftlicher Unsicherheit zu unterstützen.