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EU-Getreideernte 2026: Deutlicher Rückgang durch Maismangel

Die landwirtschaftlichen Prognosen der EU-Kommission für das Jahr 2026 zeigen eine signifikante Abnahme der Getreideernte auf 265,0 Millionen Tonnen, was einen Rückgang von etwa 9 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung wird in erster Linie durch eine deutlich reduzierte Maisernte beeinflusst. Auch die Erträge bei Weichweizen und Gerste bleiben hinter den Rekordwerten von 2025 zurück.

Rückgang bei Weichweizenproduktion

Die Weichweizenernte wird für 2026 auf 125,1 Millionen Tonnen geschätzt, was einem Rückgang von fast 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang ist jedoch im Kontext der außergewöhnlich hohen Ernte von 2025 zu sehen, als 136,4 Millionen Tonnen geerntet wurden. Im längerfristigen Vergleich stellt diese Zahl eher eine Normalisierung dar als eine ernsthafte Versorgungsknappheit. Ursächlich sind hauptsächlich geringere Ertragserwartungen und weniger günstige Vegetationsbedingungen in einigen Regionen.

Moderater Rückgang bei Gerste

Für Gerste erwartet die Kommission im Jahr 2026 ein Produktionsvolumen von 53,4 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von etwa 5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gegensatz zu Weichweizen und Mais zeigt sich hier ein moderaterer Rückgang. Trotz des Rückgangs bleibt das Produktionsniveau im historischen Kontext stabil und deutet auf eine Normalisierung nach einem überdurchschnittlichen Vorjahr hin.

Dramatischer Einbruch bei der Maisernte

Der stärkste Rückgang ist bei der Maisproduktion zu verzeichnen. Die Schätzung für die Körnermaisernte liegt bei nur noch 50,3 Millionen Tonnen, was nicht nur einen Rückgang von rund 17 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet, sondern auch die niedrigste Erntemenge seit 2007 darstellt. Diese drastische Reduktion wird vor allem durch ungünstige Witterungsbedingungen erklärt, da Mais besonders empfindlich auf Trockenheit und Hitze während kritischer Wachstumsphasen reagiert.

Insgesamt wird der erwartete Rückgang der gesamten Getreideernte in der EU für das Jahr 2026 hauptsächlich durch die schwächeren Ergebnisse bei Mais bedingt. Gleichzeitig trägt auch die reduzierte Weichweizenernte zur negativen Bilanz bei, da diese Kultur weiterhin den größten Anteil an der europäischen Getreideproduktion ausmacht. Während sich bei Weichweizen und Gerste eher eine Korrektur nach einem außergewöhnlichen Vorjahr abzeichnet, ist der Einbruch bei Mais deutlich spürbarer.