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Rekordniedrige US-Sojabohnenverkäufe für 2024/25 Erntejahr

Die Verkaufszahlen für US-Sojabohnen mit Lieferung im Erntejahr 2024/25 sind auf dem niedrigsten Stand seit 19 Jahren. Laut Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) betrug der Exportverkauf von Sojabohnen bis zum 19. Mai nur 890,4 Tausend Tonnen.

Historisch niedrige Exportzahlen

Diese Menge entspricht lediglich 1,8 % der vom USDA prognostizierten Gesamtexporte für das Erntejahr 2024/25, was den niedrigsten Anteil seit 23 Jahren darstellt. Trotz der Erwartungen, dass die kommende Sojaernte in den USA nahe an einem Rekordhoch liegen wird, zeigen die Exporteure kaum Interesse, den neuen Ertrag zu verkaufen.

Fehlendes Interesse aus China

Bemerkenswert ist die fast vollständige Abwesenheit von Interesse seitens Chinas am neuen US-Sojaanbau. Dies ist das erste Mal in den letzten 19 Jahren, dass China kein Interesse am neuen Erntejahr zeigt.

Verkauf in unbekannte Richtungen

Dennoch haben die USA in unbekannte Richtungen 625 Tausend Tonnen Sojabohnen mit Lieferung im Erntejahr 2024/25 verkauft. Experten vermuten, dass diese Verkäufe auch an China erfolgt sein könnten, obwohl dies nicht bestätigt ist.


Die rekordniedrigen Verkaufszahlen werfen Fragen über die Zukunft der US-Sojaindustrie auf. Mit einem erwarteten Rekordertrag und einer geringeren Nachfrage aus dem Ausland müssen die Landwirte und Exporteure neue Strategien entwickeln, um ihre Ernten zu vermarkten. Die Situation wird von Experten genau beobachtet, um potenzielle Markttrends und Änderungen in der globalen Nachfrage zu verstehen.

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