Der weltweit führende Landmaschinenhersteller John Deere prognostiziert, dass das Jahr 2026 den Wendepunkt eines schwierigen Landtechnikzyklus darstellen könnte. Während die Einnahmen im Gesamtkonzern zulegten, verzeichnete der Geschäftsbereich für Großtechnik im dritten Quartal 2026 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Dies spiegelt sich in einem weltweiten Umsatz von 3,998 Milliarden US-Dollar wider, was einem Rückgang von 6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Rückläufige Umsätze im Großtechniksegment
Der operative Gewinn des Segments „Production & Precision Agriculture“ sank um 9 % auf 527 Millionen US-Dollar. Laut Unternehmensangaben ist dieser Rückgang vor allem auf eine geringere Auslieferungsmenge zurückzuführen. Zwar konnten höhere Preise und Währungseffekte den Verlust etwas kompensieren, doch reichte dies nicht aus, um die Einbußen vollständig abzufedern.
Für das Gesamtjahr geht Deere davon aus, dass der Markt für Großmaschinen in den USA und Kanada einen Rückgang von 15 bis 20 % erleben wird. Der europäische Markt hingegen dürfte stabil bleiben, während für Traktoren und Mähdrescher in Südamerika ebenfalls ein Minus von 15 bis 20 % erwartet wird.
Kleinere Maschinen als Wachstumstreiber
Deutlich positiver entwickelte sich der Bereich der kleineren Landtechnik sowie der Rasen- und Kommunaltechnik. In diesem Segment stiegen die Umsätze um 12 % auf insgesamt 3,383 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr wird hier ein Umsatzwachstum von etwa 15 % prognostiziert.
Trotz der Herausforderungen in einigen Segmenten konnte John Deere konzernweit seinen Nettogewinn im dritten Quartal um 7 % auf 1,379 Milliarden US-Dollar steigern. Das Unternehmen rechnet für das gesamte Jahr mit einem Gewinn zwischen 4,75 und 5,0 Milliarden US-Dollar.
Zukunftsaussichten und strategische Anpassungen
Laut Einschätzungen von John Deere deuten frühe Bestellprogramme sowie abnehmende Bestände an Gebrauchtmaschinen darauf hin, dass der Tiefpunkt des aktuellen Landtechnikzyklus erreicht sein könnte. Zudem trägt die verstärkte Nutzung von Präzisionstechnik dazu bei, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Daher bleibt abzuwarten, wie sich die strategischen Anpassungen in den kommenden Jahren auswirken werden und ob der erwartete Aufschwung tatsächlich eintreten wird. Klar ist jedoch, dass John Deere trotz herausfordernder Bedingungen weiterhin eine starke Marktposition behaupten kann.
