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Zetor verlagert Traktorenproduktion nach Asien: Kostenersparnis geplant

Der tschechische Traktorenhersteller Zetor hat im Sommer 2023 bekannt gegeben, dass die Fertigung am traditionellen Standort in Brünn künftig nicht mehr möglich ist. Die Entscheidung, die Produktion nach Asien zu verlagern, resultiert aus sinkenden Verkaufszahlen und einem wachsenden Kostendruck in Europa.

Verlagerung der Produktion nach Asien

Zetor plant, seine verbleibenden Produktionsaufträge in Tschechien abzuschließen und danach den Fertigungsprozess nach Indien und China zu verlegen. Diese Umstellung betrifft rund 30 Montagearbeiter. Das Unternehmen kooperiert bereits mit VST Tillers Tractors in Indien und sucht aktuell einen geeigneten Produktionspartner in China, um seine Unabhängigkeit langfristig zu sichern.

Die neue Serie der „Proxima“-Traktoren mit 102 bis 122 PS wird von Hattat in der Türkei hergestellt. Der CEO von Zetor Tractors, Robert Harman, erklärte gegenüber Farmers Weekly, dass hohe Energie-, Arbeits- und Materialkosten die Wettbewerbsfähigkeit in Europa beeinträchtigen. Daher sei eine Neuausrichtung notwendig.

Kostenvorteile durch asiatische Zulieferer

Viele Zulieferer von Zetor haben ihre Produktion bereits nach Asien verlagert. So produziert Carraro Vorderachsen und Getriebe dort, während ZF für die Getriebe verantwortlich zeichnet. Harman betont, dass Materialien in Indien und China um bis zu 35 % günstiger sind, was erhebliche Einsparungen beim Endpreis ermöglicht.

Der Import einzelner Bauteile zur Endmontage nach Europa sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Dennoch bleibt der zentrale Firmensitz von Zetor mit den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Service weiterhin in Brünn bestehen.

Zukunftsaussichten und Wachstumsziele

Zetor hat ehrgeizige Pläne für die Zukunft: Bis zum Jahr 2025 sollen jährlich 5.000 Traktoren aus Indien exportiert werden. Ein ähnliches Ziel verfolgt das Unternehmen auch für seine künftigen Aktivitäten in China. Im Jahr 2025 erwartet das Unternehmen eine Gesamtproduktion von 1.500 Einheiten, was insbesondere durch steigende Nachfrage in Afrika, Lateinamerika und Asien beflügelt wird.

Mit diesen strategischen Anpassungen möchte Zetor seine Position auf dem internationalen Traktorenmarkt stärken und zugleich den Herausforderungen des europäischen Marktes begegnen.

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