Die niederländische Landwirtschaft verzeichnete in der ersten Hälfte des Jahres 2026 eine Zunahme ihrer Wirtschaftsdüngerexporte um 9,5 %. Im Gegensatz zu diesem Wachstumstrend erlebte der Export von Schweinegülle jedoch einen Rückgang um 11,3 %, was auf spezifische Marktbedingungen hinweist.
Deutschland als Hauptabnehmer
Mit einer Menge von 1,25 Millionen Tonnen bleibt Deutschland der größte Importeur niederländischen Wirtschaftsdüngers. Damit stiegen die Importe im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 18 %. Frankreich, das an zweiter Stelle steht, erhielt 474.005 Tonnen, was einem Rückgang von knapp 3,3 % entspricht. Belgien importierte 312.507 Tonnen, was eine Zunahme von 3,5 % darstellt. Der Anstieg in den Exporten ist größtenteils auf die gestiegene Nachfrage aus Deutschland zurückzuführen.
Zuwächse bei Rindergülle und Mistarten
Neben dem allgemeinen Anstieg der Exporte gab es bemerkenswerte Zuwächse bei bestimmten Düngemittelarten. Gemischte Düngerprodukte erreichten eine Menge von 1,4 Millionen Tonnen, was einem Plus von 10,4 % entspricht. Rindergülle stieg um beeindruckende 37,1 % auf 65.848 Tonnen. Auch Geflügelmist und Pferdemist verzeichneten mit einer Zunahme von 15,4 % beziehungsweise 18,8 % deutliche Steigerungen.
Zunahme der Düngemitteltransporte
Laut der niederländischen Unternehmensagentur RVO wurden insgesamt 663.560 Transporte durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 22,96 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger bewegt – ein Anstieg um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Transporte beinhalteten rund 70,16 Millionen Kilogramm Phosphat und etwa 132,5 Millionen Kilogramm Stickstoff. Etwa 9 % dieser Transporte gingen ins Ausland.
Trotz des Rückgangs bei Schweinegülle zeigt die Gesamtentwicklung in den Niederlanden ein positives Bild für den Wirtschaftsdüngerexportmarkt. Die steigenden Zahlen verdeutlichen die anhaltende Bedeutung Deutschlands als Abnehmer sowie das wachsende Interesse an alternativen Düngemittelarten wie Rindergülle und Geflügelmist.
