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Dürre in England: Regierung sichert Landwirten 65 Mio. Pfund Hilfe zu

Der Juli 2023 markiert den trockensten Monat seit fast zwei Jahrhunderten in Großbritannien, und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind gravierend. Laut offiziellen Berichten sind derzeit 71,3% der britischen Landesfläche von der Dürre betroffen. Bis Mitte August fiel nur ein Bruchteil des üblichen Niederschlags, was die britische Regierung dazu veranlasste, ihre Maßnahmen zur Krisenbewältigung zu intensivieren.

Krisenmanagement wird verstärkt

Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) kündigte an, dass die National Drought Group künftig wöchentlich tagen wird, um die Situation zu überwachen und Lösungen zu erarbeiten. Der Klimawandel stellt die landwirtschaftlichen Betriebe vor erhebliche Herausforderungen, da die Wasserknappheit zu einem ernsthaften Problem für die Nahrungsmittelproduktion wird.

Finanzielle Unterstützung für Landwirte

Um den Landwirten in dieser schwierigen Lage zu helfen, hat die britische Regierung ein Hilfspaket im Wert von 65 Millionen Pfund (etwa 76 Millionen Euro) angekündigt. Von dieser Summe sollen 50 Millionen Pfund in das Sustainable Farming Incentive (SFI)-Programm investiert werden, das darauf abzielt, nachhaltigere Anbaumethoden zu fördern. Das Gesamtbudget dieses Programms steigt damit auf 290 Millionen Pfund.

Zusätzlich plant die Regierung Investitionen von bis zu 15 Millionen Pfund, um hofeigene Wasserspeicher auszubauen. Die Flexibilität bei Umweltprogrammen soll erhöht werden, sodass Landwirte weiterhin Zahlungen erhalten und Maßnahmen zum Schutz ihrer Betriebe treffen können.

Reaktionen aus der Landwirtschaft

Der englische Bauernverband (NFU) begrüßte das Hilfspaket als entscheidend für die Unterstützung der Landwirte in der aktuellen Dürrekrise. Der Verband betont jedoch auch die dringende Notwendigkeit, der Wasserversorgung für die Lebensmittelproduktion oberste Priorität einzuräumen. Die aktuelle Trockenperiode trifft viele Betriebe hart, insbesondere da sie bereits mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen.

Laut NFU hat England in den letzten fünf Jahren drei bedeutende Dürreperioden erlebt. Diese Ereignisse führten nicht nur zu frühzeitigen Ernten, sondern auch zu historisch niedrigen Erträgen. Premierminister Andy Burnham betonte bei einem Besuch auf einem Bauernhof kürzlich, dass Ernährungssicherheit gleichbedeutend mit nationaler Sicherheit sei.