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USA steigern Milchproduktion und Exporte trotz sinkender Lagerbestände

Die Milcherzeugung in den USA hat im Jahr 2026 einen deutlichen Aufschwung erlebt. Eine Vielzahl von Faktoren hat zu einer erhöhten Produktion und einem Anstieg der Exporte geführt. Laut Berichten der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMB) stieg die Milchproduktion im ersten Quartal um 3,0 % auf insgesamt 35,63 Millionen Tonnen. Diese Zunahme spiegelt sich auch in den gestiegenen Inhaltsstoffen wider, was insbesondere die Produktion von Butter und Magermilchpulver ankurbelte.

Butter- und Käseproduktion im Aufwind

Die Herstellung von Butter verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg um 6,1 %, was eine Gesamtproduktion von 415.561 Tonnen bedeutete. Im Gegensatz dazu gab es bei Vollmilchpulver und Milchproteinkonzentrat einen Rückgang um 8,3 % bzw. 17,9 %. Der Trend hin zu proteinreichen Produkten setzte sich fort: Die Produktion von Hüttenkäse stieg um 9,1 %, während Joghurt eine Zunahme von 5,1 % verzeichnete. Hingegen fiel die Herstellung von Sauerrahm leicht ab.

Anstieg der Milchexporte

Der April brachte eine deutliche Erhöhung der amerikanischen Milchexporte mit sich. Besonders hervorzuheben ist der Butterexport, der um beeindruckende 86 % auf eine zusätzliche Menge von 65.000 Tonnen anwuchs. Ein signifikanter Anteil dieser Exporte ging nach Kanada und Mexiko. Auch die EU-27 importierte fast 3.000 Tonnen Butter aus den USA, was einem Anstieg von etwa 60 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Käseexporte und globale Nachfrage

Käseexporte stiegen ebenfalls um 25 %, wobei Mexiko und Südkorea die Hauptabnehmer waren, während die Nachfrage in Japan, Kanada und China zurückging. Der Export von Magermilchpulver konnte sich nach einem Rückgang in den Vorjahren stabilisieren und stieg in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 um 6 %. Mexiko blieb dabei der wichtigste Markt mit einem Anteil von 53,6 %, gefolgt von asiatischen Ländern wie Japan und Vietnam.

Sinkende Importe und Lagerbestände

Trotz des Exportschubs sind die Importe von Milchprodukten in den USA insgesamt gesunken. Speziell die Käseeinfuhren verzeichneten einen Rückgang um 12,9 %. Gleichzeitig konnten europäische Länder ihre Butterlieferungen in die USA steigern; hier legten die EU-27-Lieferungen um 26 % zu.

Auffällig ist auch ein Rückgang der Lagerbestände in den USA: Die Bestände an Butter sanken um 8,5 %, während Magermilchpulver trotz höherer Produktion um 6,9 % zurückging. Auch bei Käse wurden Lagerbestände reduziert.