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Trockene Bedingungen reduzieren Australiens Rapsanbaufläche um 6 %

In Nord-Australien haben die anhaltenden Trockenperioden zu einem signifikanten Rückgang der Anbaufläche geführt, während in anderen Regionen des Landes trotz gestiegener Kosten am Rapsanbau festgehalten wird. Das Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics and Sciences (ABARES) prognostiziert für die Saison 2026/27 eine Rapsanbaufläche von 3,5 Millionen Hektar. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 6 % im Vergleich zur aktuellen Saison.

Auswirkungen der Trockenheit in New South Wales

Besonders betroffen von den trockenen Bedingungen ist New South Wales, wo die Fläche für den Rapsanbau um schätzungsweise 32 % reduziert wurde. Diese klimatischen Herausforderungen tragen maßgeblich zum Rückgang der Anbaufläche bei und beeinflussen die Gesamtproduktion des Landes stark.

Im Gegensatz dazu zeigen sich die Landwirte im Süden Australiens widerstandsfähig gegenüber den steigenden Düngemittelpreisen. Trotz dieser wirtschaftlichen Belastungen bleiben sie beim Anbau von Raps oder erweitern ihn sogar. Dies könnte dazu beitragen, dass die erwartete Rapsernte bei etwa 6,2 Millionen Tonnen liegt, was jedoch immer noch einen deutlichen Rückgang um 20 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Bedeutung Australiens für den europäischen Markt

Australien spielt eine entscheidende Rolle als Hauptlieferant von Rapssaat für Europa. In der laufenden Saison 2025/26 importierte die EU etwa 1,7 Millionen Tonnen aus Australien, was fast 36 % der gesamten Importe ausmacht. Damit liegt Australien weit vor anderen wichtigen Lieferanten wie der Ukraine und Kanada.

Die jüngste Dreimonatsprognose des Bureau of Meteorology deutet darauf hin, dass auch in weiten Teilen Südaustraliens mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen zu rechnen ist. Solche klimatischen Bedingungen könnten das Exportpotenzial Australiens weiter einschränken und die EU zwingen, vermehrt auf andere Herkunftsländer auszuweichen.

Herausforderungen und Perspektiven für den Importmarkt

Die zu erwartenden Rückgänge bei Flächen und Erträgen könnten in der zweiten Hälfte des Vermarktungsjahres 2026/27 zu einer verstärkten Nachfrage nach Alternativen führen. Dies könnte insbesondere dem Schwarzmeerraum und Nordamerika eine größere Bedeutung verleihen. Die Entwicklungen in Australien bleiben daher ein wesentlicher Faktor für die Preisgestaltung und Versorgungssicherheit auf dem europäischen Rapsmarkt.