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Stihl steigert Umsatz 2025 auf 5,48 Mrd. € und setzt auf Akku-Innovationen

Die Stihl-Gruppe hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 5,48 Milliarden Euro erzielt, was eine Steigerung von 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Trotz der Herausforderungen durch die US-Zollpolitik und einer schwächelnden Konjunktur konnte das Unternehmen nahezu das Niveau des Rekordjahres 2022 erreichen. Der Großteil der Einnahmen, etwa 91 %, wurde auf internationalen Märkten erwirtschaftet.

Investitionen und Mitarbeiterwachstum

Die Eigenkapitalquote von 71,2 % unterstreicht die finanzielle Stabilität der Stihl-Gruppe, wie Vorstandschef Michael Traub betonte. Diese solide Grundlage ermöglicht Investitionen aus eigenen Mitteln. Die Belegschaft des Unternehmens wuchs um 2,6 % auf weltweit 20.246 Beschäftigte, was unter anderem auf die Eröffnung eines neuen Werks in Rumänien zurückzuführen ist.

Regionale Marktentwicklung

In Westeuropa verzeichnete Stihl ein erfreuliches Wachstum trotz schwieriger Marktbedingungen. Besonders hervorzuheben sind die zweistelligen Wachstumsraten im Akku-Segment. In Osteuropa wirkte sich der Krieg in der Ukraine weiterhin negativ aus, doch auch hier stiegen Absatz- und Umsatzzahlen bei Akku-Geräten merklich.

Nordamerika bleibt mit einem Drittel des Umsatzes der größte Einzelmarkt für Stihl. Trotz eines unsicheren Marktumfelds stiegen die Verkaufszahlen leicht an. In Lateinamerika zeigte sich ein gemischtes Bild: Während Brasilien mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen hatte, erholte sich das Geschäft in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern aufgrund hoher Rohstoffpreise.

Fokus auf Akku-Technologie

Stihl setzt weiterhin auf die Transformation hin zu akkubetriebenen Geräten als strategischen Schwerpunkt. Im Jahr 2025 machten diese Produkte bereits 27 % des weltweiten Absatzes aus. Europa trieb diesen Trend maßgeblich voran, wobei in Westeuropa zwei Drittel der Verkäufe auf Akku-Produkte entfielen.

Die Eröffnung eines neuen Werks in Rumänien für die Produktion von Akku-Geräten stellt einen wichtigen Meilenstein dar. Zudem begann das Unternehmen am Standort Waiblingen mit der Eigenfertigung von EC-Motoren für Akkugeräte, was die Wertschöpfungskette weiter verstärkt.

Zukunftsperspektiven und neue Technologien

Ein bemerkenswerter Fortschritt ist das neue ALLPRO-Akkusystem für Profikunden, das eine breitere Anwendung ermöglicht und kompatibel mit bestehenden Systemen ist. Dank neuer Hochleistungs-Akkus können Geräte schneller geladen werden und bieten längere Laufzeiten sowie eine höhere Lebensdauer bei maximaler Robustheit.

Trotz positiver Entwicklungen erwartet Stihl auch im kommenden Jahr einen intensiven Wettbewerbsdruck und setzt weiter auf Innovationen im Akku-Segment sowie den Ausbau internationaler Standorte.