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Biogasanlagen in Gefahr: Bayern fordert neue Förderregelung bis 2030

In Bayern steht die Zukunft einer Vielzahl von Biogasanlagen auf dem Spiel, da die staatliche Förderung im Jahr 2030 ausläuft. Franz Göschl, ein Landwirt aus Schönbrunn bei St. Wolfgang in Oberbayern, betreibt eine solche Anlage, die sein gesamtes Dorf mit Wärme versorgt. Ohne eine neue Regelung sieht er die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage gefährdet.

Wichtige Rolle der Biogasanlagen in Bayern

Bayern beherbergt rund 2.700 Biogasanlagen, welche einen erheblichen Anteil zur Wärme- und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beitragen. Sie produzieren 80 Prozent der erneuerbaren Wärme und mehr als 12 Prozent des Stroms im Freistaat. Doch das aktuelle Biomassepaket erfordert Investitionen, die laut Göschl nicht im Verhältnis zu den potenziellen Einnahmen stehen.

Forderungen für bessere Rahmenbedingungen

Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg haben ihre Forderungen an den Bund artikuliert, um die Zukunft der Biogasnutzung zu sichern. Die sogenannte Ulmer Erklärung plädiert für eine Erhöhung des Ausschreibungsvolumens und für die Einbindung von Biogas in die Kraftwerkstrategie des Bundes.

Schnellere Netzzugänge und flexible Zuschläge nötig

Zusätzlich zu diesen Forderungen wünschen sich die beiden Bundesländer schnellere Netzzugänge sowie Zuschläge für flexibel einsetzbare Biogasanlagen. Franz Göschl hofft auf eine zügige Umsetzung dieser neuen Rahmenbedingungen, um eine drohende Stilllegung seiner Anlage abzuwenden.