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MARS-Bericht: Gute Wachstumsbedingungen in der EU, höhere Erträge in DE

Die jüngste Analyse der EU-Ernteprognosen durch die Brüsseler Marktexperten von MARS offenbart sowohl stabile als auch leicht gesenkte Erwartungen für die Agrarproduktion in der Europäischen Union. Trotz dieser leichten Anpassungen zeigen sich die Bedingungen für das Pflanzenwachstum im Mai weiterhin günstig, wobei Deutschland positiv hervorsticht.

Günstige Wachstumsbedingungen in der EU

Die EU-Kommission, vertreten durch ihre Crop-Monitoring-Agentur MARS, berichtet von vorteilhaften Bedingungen für Ackerkulturen in der gesamten Union. Die Winterkulturen haben sich bisher gut entwickelt, während die Frühjahrsaussaat in vielen Gebieten kurz vor dem Abschluss steht. Diese Entwicklungen sind trotz eines Niederschlagsdefizits im April zu verzeichnen, das den Biomasseaufbau in Mittel-, Ost- und Nordeuropa verlangsamte.

Allerdings hat das zuletzt kühlere und feuchtere Wetter zur Verbesserung der Bodenfeuchtigkeit beigetragen und somit das Pflanzenwachstum gefördert. Diese Variabilität im Wettergeschehen beeinflusst die Ertragsprognosen, die trotz leichter Korrekturen nach unten weiterhin solide erscheinen.

Anpassungen der Ertragsprognosen

Die Experten von MARS haben ihre Prognosen für die EU-Erträge leicht nach unten angepasst, um den ungünstigen Wetterverhältnissen Rechnung zu tragen. Dennoch bewegen sich die geschätzten Werte überwiegend im Bereich des Fünfjahresdurchschnitts oder darüber.

Für Weichweizen wird nun ein Durchschnittsertrag von 60,10 dt/ha erwartet, im Vergleich zu vorherigen Schätzungen von 60,50 dt/ha. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 63,30 dt/ha, während der Fünfjahresschnitt bei 58,70 dt/ha liegt. Auch die Prognose für Wintergerste wurde von 52,30 dt/ha auf 51,0 dt/ha gesenkt. Roggen wird mit einem Ertrag von 43,30 dt/ha prognostiziert, zuvor waren es 43,50 dt/ha. Für Raps stellt MARS einen Ertrag von 31,90 dt/ha in Aussicht.

Optimistischere Aussichten für Deutschland

In Deutschland sind die Perspektiven etwas positiver. Die durchschnittlichen Erträge für Wintergerste werden auf 75,00 dt/ha geschätzt. Beim Roggen erwartet man 55,70 dt/ha und beim Raps 37,00 dt/ha. Der mittlere Ertrag bei Weichweizen wurde leicht angehoben auf 77,10 dt/ha gegenüber den vorherigen Schätzungen von 76,70 dt/ha; im Vorjahr betrug er 78,50 dt/ha. Damit wird der Fünfjahresschnitt von 74,80 dt/ha erneut übertroffen.

Laut MARS könnten irische Landwirte auch in diesem Jahr wieder den höchsten Durchschnittsertrag bei Weichweizen erzielen mit geschätzten 96,60 dt/ha. Ihnen folgen die Niederlande mit einem prognostizierten Ertrag von 92,50 dt/ha.