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Rainer kämpft um zusätzliche EU-Hilfen für Dünger in Deutschland

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland könnten bald von einer EU-Soforthilfe profitieren, die mit rund 60 Millionen Euro für den Düngerkauf vorgesehen ist. Diese Möglichkeit hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, auf dem Deutschen Bauerntag in Freiburg angedeutet. Bundesagrarminister Alois Rainer, der ebenfalls anwesend war, hat den genannten Betrag jedoch nicht bestätigt. Auch das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH) konnte auf Nachfrage keine Bestätigung der Summe geben.

Soforthilfepaket zur Unterstützung der Landwirte

Die hohe Belastung durch steigende Düngerpreise hat die EU-Kommission dazu veranlasst, ein Soforthilfepaket im Umfang von 540 Millionen Euro vorzuschlagen. Dieses Paket soll bereits im Juli im Eilverfahren auf EU-Ebene beschlossen werden. Ziel ist es, den Landwirten die notwendige Liquidität zu verschaffen, um ihre Düngereinkäufe nicht einschränken zu müssen, da dies die Versorgungssicherheit im kommenden Jahr gefährden könnte. Für Deutschland besteht die Möglichkeit, die EU-Mittel durch nationale Haushaltsmittel auf bis zu 180 Millionen Euro für den Herbst aufzustocken. Minister Rainer betonte auf dem Bauerntag, dass er sich intensiv um die Umsetzung und Aufstockung des EU-Pakets bemühe. Dennoch sei die schwierige Haushaltslage eine Hürde.

Mögliche Auszahlung als Hektarzuschlag

Eine Option zur Verteilung der Soforthilfe könnte in Form eines Hektarzuschlags bestehen, den die EU-Mitgliedsstaaten zeitnah auszahlen können. Da viele Landwirte bereits im Herbst Dünger für das kommende Frühjahr bestellen, wäre diese Lösung durchaus praktikabel. Die dafür benötigten Flächendaten stehen den Ländern durch den Mehrfachantrag 2026 zur Verfügung. Bei einer Ackerfläche von etwa 11,7 Millionen Hektar könnte sich ein Zuschlag bei einer Soforthilfe von 180 Millionen Euro auf ungefähr 15 Euro pro Hektar belaufen. Ob Deutschland diesen Weg beschreiten wird, bleibt jedoch abzuwarten.