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Preissteigerungen bei Sonnenblumen in einem zunehmend knappen Markt

Der Markt für Sonnenblumen erlebt derzeit einen Angebotsengpass, der zu einem merklichen Anstieg der Preise geführt hat. Laut Berichten von Spike Brokers haben sich die Preise für Sonnenblumen um 30 bis 40 US-Dollar pro Tonne erhöht. Die neuen Preise, die die Lieferung zu den Verarbeitungsanlagen ohne Mehrwertsteuer beinhalten, reflektieren eine steigende Nachfrage inmitten begrenzter Verfügbarkeit.

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In verschiedenen Regionen zeigen sich die Preisunterschiede deutlich. In der Ukraine werden Preise von etwa 360 bis 380 US-Dollar pro Tonne (DAP, geliefert ab Werk) verzeichnet, während in Zentralbulgarien die Preise zwischen 440 und 450 US-Dollar pro Tonne liegen. In Norditalien sind die Preise etwas niedriger, mit Werten von etwa 420 bis 430 US-Dollar pro Tonne. Die höchsten Preise werden derzeit in der Türkei (CIF, geliefert ab Hafen) mit 455 bis 460 US-Dollar pro Tonne und in Bulgarien (CIF, ebenfalls ab Hafen) mit 430 bis 440 US-Dollar pro Tonne gemeldet.

Auswirkungen auf die europäischen Produzenten

Die Preissteigerungen bei Sonnenblumen stehen im Einklang mit dem vor der Ernte beobachteten Preisanstieg bei Raps, was europäische Produzenten dazu anregt, ihre Produkte verstärkt den Verarbeitungsanlagen anzubieten. Diese Entwicklung stimuliert auch die Nachfrage nach logistischen Lösungen zur Bewältigung des europäischen Ernteaufkommens.

Vorausschau auf 2024

Die ersten Indikationen für das Jahr 2024 deuten darauf hin, dass die Preise stabil bleiben oder möglicherweise weiter steigen werden. In Odessa, Ukraine, werden die Preise zwischen 425 und 430 US-Dollar pro Tonne erwartet. In Zentralbulgarien und Ostdeutschland liegen die Prognosen zwischen 443 und 445 Euro bzw. 435 und 445 Euro pro Tonne. Auch in Zentrallatvien wird mit Preisen von etwa 420 bis 425 Euro pro Tonne gerechnet.

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