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Dänemarks Schweinepreis stürzt ab: Tiefster Stand seit 20 Jahren

Der europäische Schweinemarkt erlebt derzeit eine Phase der Stabilisierung, doch in Dänemark zeigt sich ein anderes Bild. Dort ist der Preis für Schlachtschweine auf den niedrigsten Stand seit über 20 Jahren gefallen. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hat dies in ihren aktuellen Notierungen bestätigt.

Preisverfall in Dänemark

Laut Berichten der Copenhagen Post hat Danish Crown, ein führendes dänisches Schlachtunternehmen, die Preise für Schweinefleisch erneut gesenkt. Innerhalb weniger Wochen fiel der Preis um insgesamt 16 Cent. Aktuell liegt der Preis bei etwa 0,95 Euro pro Kilogramm, was einem historischen Tiefststand entspricht. Das Unternehmen begründet diesen Rückgang damit, dass das Angebot an Schweinefleisch die Nachfrage weiterhin übersteigt.

Stabile Preise in Deutschland

Im Gegensatz zu Dänemark bleiben die Preise in Deutschland stabil. Die ISN gibt an, dass die Korrekturwerte für die 30. Kalenderwoche unverändert bei 1,346 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht liegen. Trotz des niedrigen Niveaus ist dies immer noch rund 32 Cent mehr als in Dänemark. Auch in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Belgien und den Niederlanden sind die Preise stabil geblieben, da Angebot und Nachfrage ausgeglichen sind.

Einfluss von Spanien auf den EU-Markt

Trotz dieser Stabilität bleibt der Druck auf dem europäischen Schweinemarkt bestehen, insbesondere durch günstige Angebote aus Spanien. In Südeuropa führt die sommerliche Hitze zu einem Rückgang des Angebots an schlachtreifen Schweinen. Spanische Betriebe haben ihr Schlachtgewicht in den letzten Wochen um 7 Kilogramm reduziert und lassen teilweise ganze Schlachttage ausfallen. Dennoch bleibt Spanien ein starker Wettbewerber auf dem Markt mit einer korrigierten Notierung von 1,693 Euro.

Regionale Unterschiede innerhalb Europas

In Frankreich konnte eine minimale Preissteigerung erreicht werden; hier liegt die korrigierte Notierung nun bei 1,699 Euro. In den Niederlanden hingegen bleiben die Preise stabil bei 1,270 Euro trotz eines Rückgangs des durchschnittlichen Schlachtgewichts um 3,5 Kilogramm gegenüber dem Jahresdurchschnitt. Insgesamt wird der Fleischabsatz durch die Ferienzeit beeinflusst – während Urlaubsregionen im Süden profitieren, verzeichnen andere Teile Europas einen ruhigeren Markt.