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Bundesprogramm Umbau Tierhaltung: Fördermittel drohen auszugehen

Das Bundesprogramm Umbau Tierhaltung (BUT), das ursprünglich als wenig genutzte Fördermaßnahme galt, sieht sich jetzt einer unerwarteten Nachfragewelle gegenüber. Aufgrund der beschränkten Mittel könnte es jedoch zu Engpässen kommen, die vor allem die Landwirte belasten würden.

Finanzierungslücken drohen

Laut Agrarstaatssekretärin Silvia Breher, die CSU-Bundesagrarminister Alois Rainer vertrat, mussten im Jahr 2025 von den nahezu 150 Millionen Euro des Programms ein erheblicher Teil an den Finanzminister zurückgegeben werden. Der Grund dafür war die geringe Ausschöpfung der Mittel. Breher machte diese Aussage während einer Diskussion über den Agrarhaushalt Anfang September. Die steigende Anzahl von Anträgen könnte jedoch nun dazu führen, dass nicht alle Antragsteller bedient werden können.

Anstieg der Anträge im Jahr 2026

Im Jahr 2026 änderte sich die Situation grundlegend. Bis Ende August verzeichnete das Programm einen regelrechten Ansturm seitens der Schweinehalter. Laut Breher ist ein zusätzlicher Finanzbedarf absehbar. Auch Esther Dilcher (SPD) und Dr. Oliver Vogt (CDU), beide Haushaltspolitiker, bestätigten das gestiegene Interesse am BUT. Eine wesentliche Ursache hierfür ist das Ende des Förderprogramms am 31. August.

Für das Jahr 2027 sind rund 148 Millionen Euro im Haushalt für das BUT eingeplant. Wie aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Dr. Ophelia Nick hervorgeht, gingen zum Stichtag der Antragsfrist Ende August insgesamt 956 Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ein. Anfang Januar waren es lediglich 345 Anträge.

  • Historisch geringe Mittelauslastung
  • Anstieg der Antragstellungen im Jahr 2026
  • Mögliche finanzielle Engpässe für Landwirte

Die neue Dynamik des Programms wirft Fragen zur zukünftigen Finanzierung auf und betont die Notwendigkeit einer strategischen Anpassung an die veränderten Bedürfnisse der Landwirtschaft.