Der Konsum von Geflügelfleisch in Deutschland hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Zwischen 2010 und 2025 stieg der Verbrauch um 28 Prozent, wobei der Verzehr von Hähnchenfleisch sogar um 62 Prozent zunahm. Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die von Roland Berger im Auftrag des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) durchgeführt wurde, prognostiziert eine anhaltend hohe Nachfrage bis zum Jahr 2040.
Herausforderungen für die heimische Geflügelproduktion
Obwohl sich durch die wachsende Nachfrage neue wirtschaftliche Möglichkeiten für Landwirte und Geflügelhalter eröffnen, bleibt die deutsche Produktion hinter diesem Anstieg zurück. Während der Verbrauch seit 2010 signifikant gestiegen ist, erhöhte sich die nationale Produktion lediglich um 9 Prozent. Dies führte zu einem Importüberschuss, der im Jahr 2025 bereits 462.000 Tonnen erreichte.
Zunehmende Abhängigkeit von Importen
Ohne eine Erweiterung der Produktionskapazitäten könnte der Selbstversorgungsgrad bei Geflügelfleisch bis 2040 drastisch sinken – von derzeit 91 Prozent auf nur noch zwischen 73 und 77 Prozent. Diese Entwicklung würde Deutschland stärker von internationalen Lieferketten abhängig machen.
Notwendige Investitionen in neue Ställe
Laut der Studie sind erhebliche Investitionen nötig, um den heimischen Bedarf aus eigener Erzeugung besser decken zu können. Allein für Hähnchen wären jährlich zwischen 130 und 180 neue Ställe erforderlich. Darüber hinaus müssten auch Kapazitäten in den Bereichen Schlachtung und Verarbeitung erweitert werden.
