Pöttinger Landtechnik, ein führendes Unternehmen in der Agrartechnikbranche mit Sitz in Grieskirchen, Oberösterreich, verzeichnete im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 485 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Herausforderungen durch volatile Agrarmärkte und steigenden Kostendruck konnte das Unternehmen nach einem Rückgang im Jahr 2024/25 wieder Wachstum verzeichnen.
Positiver Trend in der Grünlandtechnik
Besonders erfreulich entwickelte sich die Sparte der Grünlandtechnik. Hier konnten die Marktanteile bei Heugeräten und Ladewagen nicht nur gehalten, sondern sogar ausgebaut werden. Diese positive Entwicklung trägt maßgeblich zur stabilen Exportquote von rund 90 Prozent bei, mit Frankreich und Deutschland als den bedeutendsten Exportmärkten des Unternehmens.
Neben den internationalen Erfolgen konnte Pöttinger auch auf dem heimischen österreichischen Markt überdurchschnittliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Dies zeigt die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens angesichts eines herausfordernden Marktumfelds.
Stabile Mitarbeiterzahlen und internationale Präsenz
Trotz eines marginalen Rückgangs von einem Prozent bleibt die Zahl der Mitarbeitenden stabil bei etwa 2.100 Beschäftigten. Diese verteilen sich auf mehrere Länder mit 1.173 Angestellten in Österreich, 407 in Tschechien, 208 in Deutschland, 76 in Italien und weiteren 217 an verschiedenen internationalen Standorten.
Pöttinger betreibt fünf Produktionsstandorte weltweit. In Österreich befinden sich Werke in Grieskirchen und St. Georgen bei Grieskirchen, während weitere Standorte in Deutschland (Bernburg), Tschechien (Vodňany) und Italien (San Vito al Tagliamento) angesiedelt sind. Der globale Vertrieb erfolgt über den Landtechnikhandel.
Erweiterung des Ersatzteil-Logistikcenters
Um die Versorgung mit Verschleiß- und Ersatzteilen langfristig zu sichern, investiert Pöttinger in den Ausbau seines internationalen Ersatzteil-Logistikcenters in Taufkirchen (Oberösterreich). Bis Dezember 2026 sollen zusätzliche 3.000 Quadratmeter Hallenfläche geschaffen werden. Eine neue Gasse im automatischen Kleinteilelager wird für zusätzliche 10.000 Lagerplätze sorgen, während das Palettenlager von zehn auf 17 Reihen erweitert wird.
Zukunftsausblick trotz Herausforderungen
Gregor Dietachmayr, Sprecher der Geschäftsführung, äußerte sich kürzlich optimistisch über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Obwohl geopolitische Herausforderungen bestehen bleiben, sieht er erste Anzeichen einer Stabilisierung der Märkte. Die Trockenheit in vielen europäischen Ländern könnte jedoch zu Ertragseinbußen führen, was die Marktsituation weiter beeinflussen könnte.
Trotz dieser Unsicherheiten plant Pöttinger weiterhin Investitionen in Innovation und Digitalisierung sowie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, um seine Kunden besser zu unterstützen und den Wachstumskurs des Unternehmens zu sichern.
