In Australien hat ein Angus-Bulle namens Millah Murrah Wyatt W50 einen neuen Rekordpreis erzielt. Bei einer Auktion nahe Bathurst, im Bundesstaat New South Wales, wechselte das Tier für 420.000 australische Dollar den Besitzer. Dieser Betrag stellt nicht nur den höchsten jemals für einen Bullen gezahlten Preis dar, sondern übertrifft auch den bisherigen Landesrekord für ein Rind, der bei 400.000 Dollar für eine Wagyu-Färse lag.
Besondere Genetik macht den Unterschied
Laut dem Züchter Ross Thompson verfügt Wyatt W50 über zahlreiche Eigenschaften, die ihn wertvoll machen. Dazu zählen eine hohe Leichtkalbigkeit, bedeutende Gewichtszunahmen und eine vielseitige genetische Basis. Sein Exterieur sowie sein internationaler Stammbaum waren ebenfalls ausschlaggebend für das große Interesse potenzieller Käufer. Der Zuchtbetrieb Millah Murrah entschied sich daher, 20 Prozent des Bullen zu behalten und gemeinsam mit dem neuen Besitzer die Nachfrage nach dessen Sperma zu decken.
Bereits jetzt gibt es Anfragen aus verschiedenen Ländern wie Australien, Kanada und den USA. Das wirtschaftliche Potenzial aus dem Verkauf des Spermas wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt. Um ein Risiko beim Einsatz des Bullen zu minimieren, wurden bereits 250 Spermaeinheiten konserviert.
Rekordpreise in der Angus-Zucht
Der Verkauf von Wyatt W50 markiert nur wenige Monate nach einem anderen herausragenden Verkauf in der Angus-Zucht einen weiteren Höhepunkt. Im Februar wurde der Bulle Granite Ridge Velocity V42 in Südaustralien für 235.000 australische Dollar versteigert und stellte damit einen neuen Höchstpreis für diesen Bundesstaat auf. Dies verdeutlicht die hohe Nachfrage nach Spitzen-Genetik in Australien, dennoch betont der Züchter von Wyatt W50, dass es sich hierbei um ein außergewöhnliches Einzeltier handelt und solche Preise nicht repräsentativ für den gesamten Markt sind.
