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Weizen- und Maispreise steigen wegen Ernteproblemen in USA und EU

Am Mittwochnachmittag setzten die Preise für Weizen, Mais und Raps ihren Aufwärtstrend an der Euronext fort, ausgelöst durch beunruhigende Ernteprognosen aus den USA und Frankreich. Besonders die Entwicklungen in der Schwarzmeerregion tragen zu den Preisbewegungen bei.

Die Weizenpreise an der Euronext zeigten eine uneinheitliche Entwicklung, was auf die kritische Lage in der Schwarzmeerregion zurückzuführen ist. Die Exportprognosen für die Ukraine und Russland bleiben aufgrund wiederholter Angriffe auf die Hafeninfrastruktur sehr niedrig. Dies hat dazu geführt, dass sich internationale Einkäufer zunehmend anderen Herkunftsregionen zuwenden müssen. In Europa, wo die Ernte dieses Jahr enttäuschend ausfiel, verschärfen diese Umstände die Marktbedingungen.

Steigende Maispreise durch klimatische Herausforderungen

Besondere Aufmerksamkeit erhielt diese Woche der Maismarkt. Die ProFarmer Tour in den USA zeigte in Regionen wie Nebraska und Indiana Ertragsaussichten, die deutlich unter den Erwartungen liegen. Hohe Temperaturen im Süden und Mittleren Westen der USA sowie übermäßige Niederschläge im Osten belasten zusätzlich das Ertragspotenzial.

Laut dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wurden die Maisbestände mit einem Qualitätsrating von „gut bis ausgezeichnet“ um einen Prozentpunkt auf 60 % herabgestuft, verglichen mit 71 % im Vorjahr. Diese Umstände trugen dazu bei, dass Mais an der Euronext teurer wurde; für November 2026 stieg der Preis auf 258 €/t.

Rapsmarkt folgt weltweiten Trends

Auch Raps verzeichnete Preisanstiege, unterstützt durch einen starken Sojakomplex und stabile Rohölpreise. In Europa beobachtet man gespannt die Wettervorhersagen, da ausreichende Niederschläge für die Vorbereitung der Rapsflächen erforderlich sind.

In Kanada hingegen verzeichneten die Canola-Preise nach mehreren Gewinntagen einen Rückgang. Die europäische Rapspreise schwankten stark; beim November-2026-Kontrakt bewegte sich die Handelsspanne um mehr als 10 Euro pro Tonne.

Insgesamt bleibt der Agrarmarkt aufgrund geopolitischer Spannungen und ungünstiger Wetterbedingungen angespannt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich diese Trends fortsetzen oder ob Entspannung in Sicht sein könnte.