In Ungarn hat die Afrikanische Schweinepest (ASP) zwei Hausschweinbestände im Komitat Baranya getroffen, was für Besorgnis in der Region sorgt. Die nationalen Behörden reagierten prompt und leiteten umfassende Seuchenschutzmaßnahmen ein, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Infektionen in der Nähe zur österreichischen Grenze
Die betroffenen Betriebe liegen lediglich 160 bis 170 Kilometer von der österreichischen Landesgrenze entfernt, was eine potenzielle Gefahr für grenzüberschreitende Infektionen darstellt. Das nationale Labor für Lebensmittelsicherheit bestätigte den Ausbruch am 12. August, nachdem Symptome wie Fieber und Durchfall bei den Tieren festgestellt wurden.
Obwohl die beiden betroffenen Höfe in Drávafok und Okorág mit 34 bzw. 19 Schweinen relativ klein sind, bleiben die Auswirkungen erheblich. Die Behörden ordneten nicht nur die sofortige Sperrung der Betriebe an, sondern auch die Keulung aller infizierten Tiere.
Strenge Maßnahmen zur Eindämmung
Innerhalb eines Radius von drei bis zehn Kilometern um die betroffenen Höfe wurden Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass das Virus nicht weiter verbreitet wird. Die Behörden appellieren an alle Schweinehalter in Ungarn, strikte Biosicherheitsmaßnahmen zu befolgen.
Laut dem Informationssystem für Tierkrankheiten der EU gibt es in den Regionen rund um die betroffenen Betriebe bereits 584 gemeldete ASP-Fälle bei Wildschweinen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Präventionsstrategien.
Bedeutung der Biosicherheit
Das Nébih hebt hervor, dass neben der ordnungsgemäßen Lagerung von Futtermitteln auch die Desinfektion und Abgrenzung der Betriebe entscheidend sind. Ein essenzieller Teil der Maßnahmen ist zudem die Minimierung des Kontakts zwischen Haus- und Wildschweinen.
Landwirte sind angehalten, ungewöhnliche Krankheitsfälle oder erhöhte Todesraten umgehend einem Tierarzt zu melden.
