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Afrikanische Schweinepest breitet sich in der Toskana rasant aus

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter in Italien aus und stellt eine erhebliche Bedrohung für Schweinehalter dar. Besonders die Region Toskana hat sich in den letzten Monaten zu einem neuen Brennpunkt entwickelt. Seit Anfang des Jahres 2022 wurden insgesamt 4.307 Fälle bei Wildschweinen und 55 Infektionen bei Hausschweinen gemeldet, so das italienische Gesundheitsministerium.

Verbreitung der ASP: Eine Übersicht

Die ersten Fälle auf dem italienischen Festland wurden im Januar 2022 in den Regionen Piemont und Ligurien bekannt. Seitdem hat sich die Krankheit stetig nach Westen ausgeweitet, betroffen sind nun auch Lombardei und Emilia-Romagna. Im Jahr 2024 wurde schließlich auch die Toskana als infiziert gemeldet, was die aktuelle Entwicklung besonders besorgniserregend macht.

Bereits im Mai 2022 wurde das Virus in der Region Latium um Rom entdeckt. In den darauffolgenden Jahren erreichte es auch Kalabrien im Süden sowie Kampanien in Zentralitalien. Die Behörden stehen unter Druck, da sich die Seuche weiter ausbreitet und immer neue Gebiete erreicht.

Sardinien: Eine Sonderstellung

Sardinien nimmt eine besondere Rolle ein, da hier ein anderer Virustyp als auf dem europäischen Festland zirkuliert. Das Virus ist dort seit Jahrzehnten endemisch, jedoch wurde die Insel nach jahrelangen Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2024 offiziell als ASP-frei anerkannt.

Aktuelle Zahlen und Prognosen

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut bleibt die Zahl der ASP-Nachweise hoch. Bereits bis August 2026 wurden mehr als 1.000 infizierte Wildschweine gemeldet, was bis Jahresende einen neuen Höchststand erwarten lässt. Besonders betroffen ist derzeit die Toskana mit etwa 640 positiven Fällen.

Sperrzonen und Auswirkungen auf Schweinehalter

Nicht nur Wildschweine sind betroffen; auch Hausschweinehalter kämpfen mit regelmäßigen Ausbrüchen der Seuche. Erste Fälle von infizierten Farmen wurden bereits im Frühjahr 2022 nahe Rom registriert. Aktuell existieren Sperrzonen im Nordwesten des Landes, wo viele Schweinehalter unter den Einschränkungen leiden.

Laut der UN-Tiergesundheitsbehörde WOAH sind seit Januar 2022 insgesamt 946 Hausschweine an der Krankheit gestorben, während über 128.692 Tiere gekeult wurden (Stand August 2026). Diese Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Krise und die dringende Notwendigkeit effektiver Maßnahmen zur Eindämmung der ASP.