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Ferkelpreise stagnieren 2026: Hoffnung auf Anstieg ab 2027

In einem Jahr, das durch dramatische Preisentwicklungen im Schweinefleischsektor geprägt ist, erwarten dänische Analysten einen deutlichen Rückgang der Ferkelpreise im Jahr 2026. Die Prognosen der Danske Svineproducenter deuten darauf hin, dass die Preise für 25-Kilogramm-Ferkel im Durchschnitt auf 42,79 € fallen werden, mit einem Tiefpunkt von 36,50 € im dritten Quartal. Eine Erholung wird erst für 2027 mit einem Preis von durchschnittlich 53,75 € pro Tier prognostiziert.

Überangebot belastet den Markt

Laut Markus Fiebelkorn, Marktanalyst bei den Danske Svineproducenter, ist ein Überangebot an Schweinefleisch die Hauptursache für die sinkenden Preise. Während der Verbrauch von Schweinefleisch in Europa stabil bleibt, nimmt er in Deutschland kontinuierlich ab. In den letzten zehn Jahren ging der Konsum um etwa 2,7 % zurück, was einem jährlichen Rückgang von rund 0,9 kg pro Kopf entspricht. Da viele europäische Länder ihre Preisgestaltung am deutschen Markt orientieren, wirkt sich dieser Nachfragerückgang entsprechend stark aus.

Zudem verzeichneten die Schlachtzahlen einen Anstieg: Im ersten Quartal 2026 erhöhten sich die Schlachtungen in Deutschland um 0,3 %, während sie EU-weit um 2 % stiegen. Die Situation wurde durch große Mengen an Schweinefleisch aus Spanien weiter verschärft. Diese wurden nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf den europäischen Markt gebracht und führten insbesondere in Osteuropa zu einem Preisdruck.

Schwierige Lage für Erzeuger

Trotz einer leichten Erholung leiden die deutschen Schweinehalter weiterhin unter finanziellen Verlusten. Die Prognose der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) geht davon aus, dass sich die Schlachtschweinenotierung im Jahr 2026 bei durchschnittlich 1,55 € je Kilogramm bewegen wird und 2027 auf 1,72 € je Kilogramm steigen könnte. Dennoch verlieren Landwirte in Deutschland laut Fiebelkorn im Schnitt etwa 24 € pro Schwein. Diese negative Entwicklung spiegelt sich auch in anderen EU-Ländern wider.

Blick in die Zukunft: Hoffnung auf Besserung?

Trotz des aktuellen Preistiefs sind Experten vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer möglichen Markterholung. Für das vierte Quartal 2026 wird nur ein schwacher saisonaler Preisdruck erwartet. Das Weihnachtsgeschäft könnte kurzfristig eine leichte Belebung nach sich ziehen; langfristig dürften die Preise jedoch bis Februar stabil bleiben. Üblicherweise setzt der saisonale Aufwärtstrend Mitte Februar ein.

Zwar fehlen konkrete Daten zum Zeitpunkt einer Wende in den Preisen, doch verweist Fiebelkorn auf frühere Krisenphasen mit übertrieben pessimistischen Einschätzungen des Marktes. Ein schneller Preisanstieg wie nach Ende der Corona-Pandemie sei nicht auszuschließen. Sollten einige Produzenten ihre Tätigkeiten einstellen und der Angebotsdruck aus Spanien nachlassen, könnten bereits im vierten Quartal 2026 steigende Notierungen möglich sein.