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Neuer Herbizid-Wirkstoff Luxinum erhält Notfallzulassung für 2026

Ein neues Herbizid zur Bekämpfung des hartnäckigen Ackerfuchsschwanzes steht mit einer Notfallzulassung bereit. Auf rund 400.000 Hektar Winterweichweizen darf das Mittel Luxinum von BASF, das den Wirkstoff Luximo (Cinmethylin) enthält, zwischen dem 1. September und 29. Dezember 2026 eingesetzt werden. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit.

Herausforderungen im Getreideanbau

Der Ackerfuchsschwanz stellt eine erhebliche Bedrohung für den Getreideanbau dar, da er Ertragsverluste von bis zu 50 % verursachen kann. Dirk Hartmann von BASF betont die Dringlichkeit des Problems, da Resistenzen gegenüber bestehenden Herbiziden zunehmen. Der Einsatz von Luxinum sei ein wichtiger Schritt im Umgang mit resistenten Biotypen.

Die hohe Reproduktionsrate des Unkrauts erschwert seine Kontrolle zusätzlich. Eine einzelne Pflanze kann bis zu 150 Samen produzieren, die jahrelang keimfähig bleiben. Dadurch verschärfen unzureichende Bekämpfungsmaßnahmen das Problem weiter.

Strategien im Resistenzmanagement

BASF unterstreicht die Bedeutung eines breiten Wirkstoffspektrums zur Eindämmung der Resistenzen. Luxinum erweitert diese Palette und bietet durch seinen neuen Wirkmechanismus eine effektive Kontrolle auch resistenter Unkrautbiotypen. Dieses neue Herbizid könnte somit eine zentrale Rolle im Resistenzmanagement spielen.

Laut Experten ist jedoch nicht allein auf chemische Mittel zu setzen. Michael Hölter von BASF hebt hervor, dass umfassende ackerbauliche Maßnahmen essenziell sind. Dazu gehören angepasste Fruchtfolgen und spätere Saattermine, um den Druck durch das Ungras zu reduzieren.

Vorteile und Anwendung von Luxinum

Luxinum bietet mehrere Vorteile: Es ist sowohl im Vorauflauf als auch frühen Nachauflauf anwendbar und zeigt selbst bei geringer Bodenfeuchte eine stabile Wirkung mit einem Wirkungsgrad von über 90 %. Diese Eigenschaften machen es zu einem vielseitigen Werkzeug im Kampf gegen den Ackerfuchsschwanz.

Trotz der vielversprechenden Eigenschaften von Luxinum bleibt die Kombination aus chemischen und agronomischen Methoden entscheidend für einen nachhaltigen Erfolg im Unkrautmanagement. Die Entwicklung neuer Strategien zur Bekämpfung resistenter Unkräuter wird auch zukünftig eine zentrale Herausforderung in der Landwirtschaft sein.