In Friedrichroda, einer Stadt im Landkreis Gotha in Thüringen, hat der Stadtrat kürzlich eine klare Entscheidung gegen den Bau von Windkraftanlagen getroffen. Hintergrund ist der massive Widerstand aus der lokalen Bevölkerung gegen das geplante Projekt. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete, dass bereits drei Beschlüsse gegen die Errichtung von Windrädern in einem nahegelegenen Wald gefasst wurden.
Rechtsmittel gegen Windkraftprojekte
In einer Sondersitzung am vergangenen Donnerstag wurde beschlossen, dass der Bürgermeister rechtliche Schritte einleitet, falls ein benachbarter Investor eine Baugenehmigung für ein Windkraftprojekt erhält. Diese Maßnahmen verdeutlichen den festen Standpunkt der Stadtverwaltung gegenüber dem Vorhaben.
Zusätzlich untersucht die Verwaltung derzeit die Möglichkeit, die umliegenden Waldgebiete als Erholungswald auszuweisen. Sollte dies umgesetzt werden, hätten Waldbesitzer keine Erlaubnis mehr, wirtschaftlich tätig zu sein und könnten lediglich Pflegearbeiten durchführen. Der Stadtrat ist sich der Konsequenzen bewusst und prüft daher auch mögliche Entschädigungen für die betroffenen Eigentümer.
Proteste gegen neue Windräder
Der Anstoß zu diesen Entscheidungen kam durch Pläne eines Investors zur Errichtung von 15 Windrädern auf einer Anhöhe namens Brandkopf. Die Ankündigung dieser Pläne im Mai führte rasch zu Widerstand in Form einer Petition der Anwohner. Trotz des bisherigen Widerstands hat der Investor laut MDR noch keinen offiziellen Antrag gestellt.
Es ist nicht das erste Mal, dass solche Projekte in dieser Region auf Hindernisse stoßen. Bereits vor drei Jahren gab es ähnliche Pläne für 15 Anlagen, die jedoch aufgrund des starken Gegenwinds aus der Bevölkerung nicht verwirklicht wurden. Die aktuelle Situation zeigt erneut den starken Willen der Bewohner, ihre Landschaft vor großflächigen Eingriffen zu schützen.
Mit Material vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR)
