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Newcastle-Krankheit: 315.000 Hähnchen in Brandenburg gekeult

Ein weiteres Mal hat die Newcastle-Krankheit im Jahr 2023 Brandenburg heimgesucht. Der jüngste Vorfall betrifft einen bedeutenden Betrieb in Storkow im Oder-Spree-Kreis, auf dem 315.000 Masthähnchen gehalten wurden. Diese mussten nun alle getötet werden, wie das Agrarministerium in Potsdam mitteilte.

Häufige Ausbrüche belasten die Region

Brandenburg verzeichnete in diesem Jahr bereits den 21. Ausbruch der Newcastle-Krankheit. Betroffen sind nicht nur große Betriebe, sondern auch kleinere Geflügelhaltungen. Besonders der Oder-Spree-Kreis ist wiederholt von der Tierseuche betroffen gewesen, was die Sorge um eine weitere Ausbreitung verstärkt.

Um die Verbreitung einzudämmen, wurden spezielle Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet. Geflügelhalter in diesen Gebieten müssen strenge Biosicherheitsmaßnahmen befolgen, berichtet der Landkreis Oder-Spree. Dazu zählen unter anderem die Begrenzung des Personenzugangs zu den Ställen sowie intensive Desinfektionspraktiken an allen kritischen Punkten wie Einfahrten und Stalleingängen.

Impfpflicht als Präventionsmaßnahme

Die Newcastle-Krankheit ist für Vögel extrem ansteckend und kann für Geflügel tödlich enden. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr besteht in Deutschland eine Impfpflicht für Hühner und Puten. Dennoch zeigt sich, dass diese Maßnahmen allein nicht ausreichen, um Infektionen vollständig zu verhindern.

Laut Experten müssen die Herstellerangaben zur Anwendung der Impfstoffe strikt eingehalten werden. Zudem wird empfohlen, kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, um zukünftige Ausbrüche besser kontrollieren zu können.

  • Strikte Zugangskontrollen zu Geflügelställen
  • Wirksame Desinfektion an kritischen Punkten
  • Einhaltung der Impfstoffanwendungsvorgaben

Diese Maßnahmen sollen helfen, die Auswirkungen der Newcastle-Krankheit auf die Geflügelindustrie zu minimieren und den Schutz vor weiteren Ausbrüchen zu stärken.