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Brandenburg meldet zwei neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Nach über einem Jahr ohne Vorfälle gibt es nun wieder bestätigte Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Uckermark. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das als nationales Referenzlabor fungiert, hat das Virus bei zwei Wildschweinen identifiziert, wie das Landwirtschaftsministerium Brandenburg mitteilte.

Neue Fälle nahe der polnischen Grenze

Die betroffenen Wildschweine wurden südlich von Schwedt/Oder in der Nähe von Stützkow und Neu Galow entdeckt. Diese Gebiete liegen innerhalb der bestehenden „Sperrzone II“ und nahe der deutsch-polnischen Grenze, was sie besonders gefährdet macht.

Bis zum 14. Mai des letzten Jahres war Brandenburg frei von neuen ASP-Fällen. Zu diesem Zeitpunkt wurde dort zuletzt ein Fall offiziell bestätigt. Noch vor wenigen Wochen arbeitete der Landkreis an einem Antrag zur Aufhebung der Sperrzonen, was angesichts der neuen Entdeckungen jedoch ausgesetzt werden muss.

Ursachenforschung und Maßnahmen

Laut dem Landeskrisenstab zur Bekämpfung der ASP sei es beruhigend, dass die Fallorte innerhalb des eingezäunten Schutzkorridors liegen. Der Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch vermutet, dass migrierende Wildschweine aus infizierten Gebieten in Polen die Ursache für die neuen Fälle sein könnten. Die epidemiologischen Untersuchungen laufen derzeit auf Hochtouren.

Der Druck durch die Seuche bleibt hoch, weshalb bewährte Maßnahmen verstärkt fortgeführt werden sollen. Dazu gehört eine intensive Suche nach verendeten Wildtieren, um das Ausmaß des Ausbruchs besser bestimmen zu können. Nickisch betont, dass es essenziell sei, die ASP-Schutzzäune intakt zu halten und deren Tore geschlossen zu lassen.

Unterstützung vor Ort

Um die Situation zu bewältigen, ist der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes vor Ort aktiv. Zudem plant das Land eine intensivere Bejagung und rechtliche Entnahme von Schwarzwild, um den Seuchendruck zu verringern. Schweinehalter in den betroffenen Regionen sind aufgerufen, ihre Biosicherheitsmaßnahmen weiter zu verstärken.