Für Landwirte im ökologischen Bereich bietet die kommende Maisanbausaison 2026 neue Herausforderungen und Chancen. Laut dem Deutschen Maiskomitee e.V. (DMK) ist mit einer leichten Zunahme der Maisanbaufläche im Bio-Sektor zu rechnen, wobei eine Aussaatfläche von etwa 47.400 Hektar prognostiziert wird.
Anbaufläche im Wandel
In den vergangenen Jahren hat sich die Anbaufläche für ökologischen Mais unterschiedlich entwickelt. Während bis 2023 ein stetiger Anstieg bis auf rund 51.170 Hektar zu verzeichnen war, gingen die Flächen in den darauffolgenden Jahren leicht zurück, um 2025 bei knapp 47.118 Hektar zu liegen. Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den insgesamt wachsenden Flächen des ökologischen Landbaus, wo ein kontinuierlicher Anstieg beobachtet wurde.
Reduzierte Sortenvielfalt bei Saatgut
Mit den schrumpfenden Anbauflächen sinkt auch der Bedarf an Saatgut aus ökologischer Produktion. Im Jahr 2025 standen Landwirten noch 107 verschiedene Maissorten zur Verfügung, während für 2026 nur noch 78 Sorten angeboten werden. Dies stellt Bio-Betriebe vor die Herausforderung, die passenden Sorten für ihre spezifischen Anforderungen auszuwählen.
Anpassungen und Lösungen für Landwirte
Für Betriebe bedeutet diese Entwicklung, dass sie ihre Anbaustrategien gegebenenfalls anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig ökologische Standards zu erfüllen. Eine mögliche Lösung könnte in der verstärkten Zusammenarbeit mit Saatgutanbietern liegen, um frühzeitig Zugang zu den begrenzten verfügbaren Sorten zu sichern.
Zudem kann die Integration von Forschungsergebnissen und Innovationen in den Anbauprozessen helfen, die Erträge trotz geringerer Sortenauswahl zu optimieren. Die Anpassung an klimatische Veränderungen und Bodenbedingungen bleibt ebenfalls ein zentraler Faktor, der in die Planung einfließen sollte.
- Saatgutauswahl sorgfältig planen
- Kollaboration mit Saatgutanbietern intensivieren
- Anpassung an lokale Bedingungen berücksichtigen
Zukunftsaussichten
Auch wenn der Rückgang der Sorteanzahl eine Herausforderung darstellt, bietet er zugleich Potenzial für Innovation und nachhaltige Anbaupraktiken. Langfristig könnten neue Entwicklungen im Bereich der Pflanzenzucht sowie verbesserte agrarökologische Praktiken dazu beitragen, die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit der Kulturen wieder auszubauen.
Landwirte stehen somit vor der Aufgabe, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele nicht aus den Augen zu verlieren.
