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Rapskurse steigen durch Unsicherheiten in Schwarzmeerregion und Kanada

Die jüngsten Entwicklungen auf dem globalen Markt für Ölsaaten lassen die Rapskurse erneut steigen. Insbesondere Unsicherheiten über die Exportmengen aus der Schwarzmeerregion sowie Kanada tragen zu dieser Entwicklung bei. Wie Jan Peters von der Peters Agrardaten GmbH erläutert, spielen festere Preise für Pflanzenöle und wieder steigende Rohölkurse eine entscheidende Rolle.

Spannungen im Schwarzen Meer beeinflussen den Handel

Die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben signifikante Auswirkungen auf den Export von Sonnenblumenöl. Durch den gegenseitigen Beschuss von Verladeeinrichtungen und Schiffen im Schwarzen Meer wird die Ausfuhr erheblich behindert. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Rapsöl, während gleichzeitig Unsicherheiten darüber bestehen, welche Mengen Raps tatsächlich aus der Ukraine in die Europäische Union exportiert werden können.

Kanadische Exporte unter Druck

Neben der Situation im Schwarzen Meer könnten auch die kanadischen Rapsexporte rückläufig sein. Die Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten in Kanada und die Abwanderung von Rapssaat nach China reduzieren das verfügbare Angebot für Europa. Dennoch verzeichnet Frankreich mit einer Ernte von 6,5 Millionen Tonnen ein stabiles Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Hitzeeinbußen konnte die vergrößerte Anbaufläche dies ausgleichen. Zudem werden morgen neue Daten vom USDA zu den Ölsaaten erwartet, die weitere Einblicke bieten könnten.

Ernteergebnisse in Deutschland

In Norddeutschland fiel die Rapsernte um gut 0,5 Tonnen pro Hektar geringer aus als im Vorjahr. Der Großteil dieser Ernte wurde bereits direkt nach der Ernte verkauft. Diese Zahlen unterstreichen die aktuelle Knappheit auf dem Markt, was sich auch auf die Erzeugerpreise auswirken könnte.