Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Deutschland sind im Jahr 2025 erneut stark gestiegen. Dies geht aus den jüngsten Daten des Testbetriebsnetzwerks des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor. Trotz der sinkenden Einkommen der Landwirte kletterten die Kosten für Pachtland auf ein neues Rekordniveau. Im Durchschnitt stiegen die Preise um 12 Euro auf 408 Euro pro Hektar für Acker- und Grünland.
Regionale Unterschiede beim Preisanstieg
Besonders auffällig ist der Anstieg in den östlichen Bundesländern Deutschlands. Hier verzeichneten Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine Verteuerung von über zehn Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Pachten um 10,2 Prozent auf 309 Euro pro Hektar, während Brandenburg einen Anstieg von 11,1 Prozent auf 208 Euro pro Hektar meldete.
Nicht überall stiegen die Preise so stark: In Niedersachsen sanken die Pachtpreise sogar um knapp zwei Prozent auf 568 Euro pro Hektar. Auch in Bayern fiel der Anstieg mit 1,3 Prozent auf 407 Euro pro Hektar moderat aus.
Zunehmende Bedeutung von Pachtland
Trotz der steigenden Kosten nahm der Anteil der gepachteten Flächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche wieder leicht zu. Dieser Trend setzt sich fort, nachdem 2024 eine leichte Zunahme des Eigentumsanteils beobachtet wurde. Der Bodenmarkt in Deutschland zeigt somit weiterhin große regionale Preisunterschiede, die innerhalb Europas einzigartig sind.
Pachtpreisentwicklung im Westen und Norden
Neben den ostdeutschen Ländern verzeichneten auch westliche Regionen wie Nordrhein-Westfalen erhebliche Preissteigerungen. Hier stiegen die Pachten um fast fünf Prozent auf 611 Euro pro Hektar. Schleswig-Holstein folgte mit einem Plus von 5,5 Prozent und erreichte einen Preis von 463 Euro pro Hektar.
Trotz dieser Entwicklungen sind die höchsten Pachtpreise weiterhin in den nordwestdeutschen Veredlungshochburgen zu finden. Dort bleibt das Niveau unverändert hoch, obwohl einige Regionen im Osten aufgeholt haben.
