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Getreidemarkt unter Druck: Intensiver Wettbewerb und Währungseinflüsse

Die Preise für Getreide zeigen einen anhaltenden Abwärtstrend. Hauptursache dafür ist der starke Wettbewerb mit Getreide aus Russland und der Ukraine. Zusätzlich verschärft die starke Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar die Lage weiter. Im Gegensatz dazu bleiben die Preise für Raps stabil, was auf die steigenden Ölpreise zurückzuführen ist.

Fachleute betonen, dass die Konkurrenz aus dem Schwarzmeergebiet und die jüngste Aufwertung des Euro die wesentlichen Gründe für den Preisrückgang sind. Besonders auffällig ist die Wettbewerbsfähigkeit der russischen Exporte bei gleichzeitig schwacher Nachfrage auf dem Weltmarkt, was seit Beginn der Saison zu einem signifikanten Rückgang der Getreidepreise geführt hat. Auch der Maismarkt zeigt ähnliche Entwicklungen, mit deutlich fallenden Preisen für die Ernte 2024. Diese Entwicklung ist vor allem auf die umfangreichen Importe aus der Ukraine zurückzuführen, deren Wettbewerbsfähigkeit durch die starke Euro-Dollar-Relation zusätzlich gestärkt wird.

Anders verhält es sich bei den Rapspreisen, die sich im Einklang mit dem Anstieg der Rohöl- und Pflanzenölpreise stabil zeigen. Zu Beginn der Woche verzeichnete Raps keine Verluste und konnte sich behaupten. Auch Palmöl an der Kuala Lumpur Stock Exchange stieg auf den höchsten Stand seit über einem Monat. Gleichzeitig sind die Sojabohnenpreise wieder rückläufig, nachdem die ProFarmer Tour das Rekordpotenzial der US-Sojaernte bestätigt hat.

Trotz sinkender Getreidepreise bleiben die Ernteprognosen in Europa eher negativ. Frankreich und Deutschland sehen sich mit erheblichen Produktionsrückgängen bei Winterweizen und Wintergerste konfrontiert. Die Aufwertung des Euro übt zusätzlichen Druck auf die Getreidepreise aus und führt zu weiteren Verlusten auf dem europäischen Terminmarkt, besonders bei Weizen für die kommende Ernte. Auch Mais und Raps mussten am Montag Verluste hinnehmen.

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