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Energieausbau: Maßnahmen für Netzanschluss und Langzeitspeicher

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beabsichtigt, die Förderung von Photovoltaik-Anlagen weiter voranzutreiben und entsprechende Maßnahmen in die bereits geplanten gesetzlichen Bestimmungen des Energiesektors zu integrieren. Diese Ankündigung erfolgte als Reaktion auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion, wobei besonders auf die Vereinfachung von Verfahren und die Unterstützung von Energy-Sharing-Konzepten hingewiesen wurde.

Ein wichtiger Punkt der geplanten Gesetzesvorhaben ist die Vereinfachung der Anschlussverfahren für Energieanlagen. Die Bundesregierung plant hier, verbindliche Rückmeldefristen einzuführen und die Möglichkeiten zur Nutzung von Netzanschlusskapazitäten durch eine unverbindliche Netzanschlussauskunft und festgelegte Reservierungsfristen zu verbessern.

Des Weiteren arbeitet die Bundesregierung an präzisen Kriterien für die Nutzung von Stromspeichern, die als Überbrückung bei sogenannten Dunkelflauten dienen sollen. Auch die Gestaltung von Ausschreibungen für die Teilnahme an 500-Megawatt (MW)-Langzeitspeichern wird noch erarbeitet. Ziel ist es, die Ausschreibungen möglichst noch im Jahr 2024 zu starten, wobei die genaue benötigte Kapazität der Langzeitspeicher, die bis 2030 einen wesentlichen Beitrag zur Netzstabilität leisten sollen, derzeit noch nicht feststeht.

Ein weiteres bedeutendes Vorhaben des BMWK ist die Entwicklung einer Strategie zur Wasserstoffspeicherung bis Ende 2024. Vorbereitende Arbeiten laufen bereits, um die saisonale Speicherung von Wasserstoff für dessen Einsatz in Wasserstoffkraftwerken zu ermöglichen. Dies soll ein zentraler Bestandteil des zukünftigen Energiesystems werden und den Bedarf an Wasserstoffspeichern wesentlich bestimmen.

Zum Thema Befreiung von Stromspeichern von Netzentgelten erklärte die Bundesregierung, dass es aufgrund europäischer Gesetze nicht möglich ist, Einfluss auf die Bundesnetzagentur als nationale Regulierungsbehörde zu nehmen.

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Abschließend führt die Bundesregierung in ihrer Antwort auch die „Reallabore der Energiewende“ auf, eine Initiative, die Speichertechnologien fördert. Unter den geförderten Projekten befinden sich vier Wasserstoff-Speicherprojekte, die sowohl technologisch als auch finanziell unterstützt werden. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der Bundesregierung, den Übergang zu einer nachhaltigeren und effizienteren Energieversorgung zu unterstützen und gleichzeitig die Akzeptanz und Umsetzung neuer Energielösungen zu fördern.

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